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Der Hessentag ist eine jährliche Festveranstaltung des deutschen Landes Hessen zur Darstellung verschiedener Regionen Hessens. Im Rahmen einer Veranstaltungswoche präsentiert sich das Land den Besuchern mit Schwerpunkt auf kulturellen Darstellungen und Ausstellungen. Die Veranstaltung findet seit 1961 statt, der 51. Hessentag fand vom 10. bis 19. Juni 2011 in Oberursel (Taunus) statt. Im Zuge der Festwoche wurde auch ein Marathon ausgetragen, und zwar am Pfingstmontag, organisiert von der TSG Oberursel. Der Start der Marathonläufer war gemeinsam mit den 4er Staffeln um 8.00 Uhr angesetzt. Die Teilnehmer des Halbmarathons sollten 75 Minuten später an den Start gehen. Die Wettervorhersage war durchwachsen, und unpassend zum Start begann es leicht zu regnen, doch der Niederschlag hörte kurz nach dem Startschuss wieder auf. Während des gesamten Marathons blieb es dann trocken, die Sonne sollte sich jedoch nicht zeigen, im Grunde also ein ideales Marathon-Wetter. Der Marathon führte über 2 Runden (wobei die Runden nicht komplett identisch waren) vom Oberurseler Zentrum durch den Stadtwald und den Oberurseler Stadtteil Oberstedten zurück nach Oberursel. Das Gelände war recht hügelig mit dem höchsten Punkt auf der Hohen Mark, die gleich viermal zu durchlaufen war. Insgesamt musste man etwa 600 Höhenmeter überwinden, großenteils über Waldwege. Start war auf dem Oberurseler Marktplatz, inmitten von Versorgungs-Ständen des Hessentages, die zu diesem Zeitpunkt allerdings noch geschlossen waren. Einige Aufmerksamkeit der Presse gab es durch die Teilnahme von Joey Kelly an dieser Veranstaltung, der im Namen des Hauptsponsors „dimension data“ am Marathon teilnahm und die Aufmerksamkeit auf sich zog. Zudem fungierte er als Startläufer der siegreichen Marathonstaffel „Skills 04 Frankfurt / Hochtaunus Power“. Zunächst lief man kreuz und durch die Straßen des Festtagsgeländes, ehe man nach etwa 3 Kilometern in westliche Richtung über den Altenhöfer Weg in den Hochtaunus zog, und erste Höhenmeter sammelte. Eine Panne am Ortsrand ereilte das Begleitfahrrad der Zweitplatzierten Staffel, doch der Reifendefekt konnte schnell behoben werden, da der Radler schon bald an mir vorbeizog. Dass es sich beim Hessentagsmarathon primär um einen Landschaftsmarathon handelte, konnte man feststellen, sobald man in den Wald einlief und den asphaltierten Untergrund verließ. Den höchsten Punkt der Strecke hatte man bei km 6 mit der Brücke „Hohe Mark“ erreicht, zu diesem Zeitpunkt hatten die Teilnehmer bereits 150 Höhenmeter hinter sich gebracht. Anschließend gab es zunächst eine Wendepunktstrecke entlang der Forsthausstraße, bevor man abschüssig in den nördlichen Stadtteil Oberstedten lief. Hier erwartete die Teilnehmer auch der attraktivste Teil der Strecke mit der Tannenwaldallee und dem Gotischen Haus, einst Jagd- und Lustschlösschen der Landgrafen von Hessen-Homburg aus dem 19. Jahrhundert. Hier wurden zahlreiche Teilnehmer der Läufe mittels passender Parolen auf der Straße zum Durchhalten motiviert, besonders häufig ließ sich eine „Ivy“ lesen. Nun ging es zurück in den Hochtaunus wieder hinauf zur Hohen Mark und schließlich über den Altenhöfer Weg zurück nach Oberursel (hier kam mir Joey Kelly mit etwa 10 Minuten Vorsprung entgegen), wo am Kreisverkehr (bei Kilometer 22) die erste Runde endete und die Staffeln zum zweiten Male wechselten. „Den Kreisverkehr an der Vierten Ausfahrt verlassen“ hieß es nun, und den Anstieg zum Dritten Mal in Angriff nehmen. Kurz nach der Hohen Mark kam mir die Führenden von Halbmarathon (später auch die Spitze des Marathons) entgegen. Die Spitze des Marathons hatte es wohl besonders schwer, da Sie auf das komplette Feld des Halbmarathons aufliefen, und zum Slalomlaufen gezwungen wurden. Das profilierte Gelände machte sich natürlich auch an den Durchgangszeiten bemerkbar. Für den ersten 5 (hauptsächlich ansteigenden) Kilometer benötigte ich 25:55 Minuten, dann bergab 23:30 min (km 10), dann wieder bergab 25:48 min (km 15) und bis knapp zu Hälfe (inklusive Pinkelpause) 25:44 min (km 20). Auch die zweite Hälfte wurde aufgrund des Kraftverschleißes infolge der Steigungen und Welle nicht besser mit 27:13 min (km 25, Hohe Mark), 23:52 min (km 30, Oberstedten), 27:08 min (km 35, im Angriff auf die Hohe Mark) und 27:25 min (letztmalig über die Hohe Mark), bevor ich die finalen 2195 Meter in glatten 10 Minuten zurücklegte. Am Wendepunkt-Abschnitt traf ich nochmals auf Joey Kelly der im Ziel letztlich knapp 10 Minuten Vorsprung vor mir hatte. Nun überholte auch ich die ersten (beziehungsweise letzten) Teilnehmer des Halbmarathons, allerdings war das Feld der circa 1000 Halbmarathon-Läufer zwischenzeitig so weit auseinandergezogen, dass diese nicht die Läufer auf der 2. Runde nicht mehr behinderten. Bei km 38 war das gröbste überstanden, die Hohe Mark war zum vierten Male überwunden und nun ging es meist bergab Richtung Zieleinlauf. Vorbei an einer singenden und Gitarrespielenden Halbmarathon-Combo erreicht ich das Ziel in 3:37:21 h. Beim Marathon blieb der Sieg im Land, da bei den Herren Tobias Hegmann in 2:39:27 h vor Marco Diehl und René Strosny gewinnen konnte und bei den Damen Astrid Staubach (3:19:42 h), vor Lokal-Matadorin Prisca Lepper-Schwarzer siegte. Beim Halbmarathon hingegen gewannen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen Läufer aus Kenia. Ich jedenfalls gönnte mir im Ziel einen Becher alkoholfreies Bier und nach dem Duschen noch eine Portion Kaffee und Kuchen. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
9 |
Die Gebühr für den Marathon betrug humane 32 Euro, die Anmeldung über Internet funktionierte einwandfrei und auch die Abholung der Startunterlagen machte keine Mühe |
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Organisation |
4 |
Ein Premiere ist immer schwer und läuft nicht reibungslos ab, vieles war positiv, wie die vielen Helfer oder die Streckenführung, vieles funtionierte aber nur bedingt oder gar nicht, wie die langen Schlangen bei der Abholung von T-Shirt und Medaillen, oder die fehlenden Shuttle-Busse zurück zum Parkplatz (stattdessen musste man etwa 3 Kilometer laufen) zeigen. |
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Wegstrecke |
4 |
Als Landschaftsmarathon besteht der Untergrund quasi zwangsläufig eher aus Wald- und Wiesenwegen, als aus Asphalt, teilweise waren auch größere Steine auf der Strecke |
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Attraktivität |
4 |
Sehenswürdigkeiten waren nicht zu erwarten, der Marathon führte zum Großteil durch den Wald, ansonsten noch durch Stadtteile Oberursels |
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Schnelligkeit |
4 |
Der Untergrund und die profilierte Streckenführung lassen keine Topzeiten zu, obgleich der Sieger unter 2:40 Minuten lief. |
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Verpflegung |
3 |
Entlang der Strecke gab es etwa alle 6 Kilometer eine Verpflegungsstelle, feste Nahrung erwartete man allerdings vergebens, die gab es erst (inklusive eine alkoholfreien Bieres im Ziel. |
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Zuschauer |
4 |
Zunächst waren Wetter und Uhrzeit nicht dazu angetan, um als Zuschauer die Wohnung zu verlassen, dann waren die Abschnitte im Wald traditionell nahezu Menschenleer, die Teilnehmer mal ausgenommen, nur an einigen ausgesuchten Stellen wurden die Läufer angefeuert, diesen Zuschauer gebührt jedoch uneingeschränkt Respekt. |
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Preise |
8 |
Es gab ein Handtuch der DAK, dezu ein Funktionsshirt in Gelb und gegen Aufpreis eine ansprechende Medaille, für 32 Euro Startgebühr eine ordentliche Ausbeute. |
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Internet-Seite |
5 |
Kurz und sachlich, jedoch keinerlei Bilder und eine ungenaue Streckenbeschreibung und auch kaum neue Nachrichten. |
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Teilnehmer |
7 |
340 Starter (inklusive Staffelläufer) machten sich um 8.00 Uhr auf die Strecke, damit kam man über die gesamte Distanz gut zurecht, für die schnellstens würde das Auflaufen auf die um 9.15 uhr gestarteten Halbmarathon-Läufer allerdings zum bremsenden Slalomlauf.. |
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Gesamt |
52 |
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Axel Vehreschild