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Am 07.08.2011 wurde in Augsburg erstmalig der Friedensmarathon ausgetragen. Geplant war er bereits für 2010, musste aus finanziellen Gründen jedoch um 1 Jahr verschoben werden. So fand einen Tag nach dem ersten Heimspiel des FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga (2:2 gegen den SC Freiburg) und einen Tag vor dem Augsburger Friedensfest die Premiere statt. Das Augsburger Hohe Friedensfest wird seit 1650 alljährlich am 8. August begangen. Ursprünglich feierten die Augsburger Protestanten damit das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung während des Dreißigjährigen Krieges. Der 8. August ist gesetzlicher Feiertag nur für die Stadt Augsburg. Das Friedensfest hat dem Marathon letztlich auch den Namen gegeben. Der Start der Marathon- und Halbmarathon-Läufer, sowie der Staffeln befand sich vor dem Rosenaustadion, in den der FC Augsburg bis 2009 seine Heimspiele austrug, bevor man in die SGL-Arena umzog. Der Start war um 09.00 Uhr morgens, nicht mit einem Startschuss (diese hätte dem Motto „Frieden“ widersprochen), sondern mittels einer Tröte. Das Wetter hilft sich passabel, zwar war Dauerregen vorhergesagt, doch pünktlich zum Start hörte der Regen zunächst auf. Der Marathon bestand aus insgesamt zwei Runden, wobei die erste Runde identisch mit der Strecke des Halbmarathon war, die zweite Runde allerdings über längere Abschnitte vom Verlauf der ersten Runde abwich. Gestartet wurde vor dem Rosenaustadion auf der ausreichend breiten Stadionstraße entlang der Wertach. Überhaupt waren die Uferstraßen entlang von Wertach und Lech ein regelmäßiger Bestandteil der Streckenführung. Originell waren auch die Kilometer-Markierung. Auf großen Plakaten waren nicht nur die zurückgelegte Strecke und ein Sponsor gelistet, sondern zudem zahlreiche Prominente abgebildet mit einem zum Thema „Frieden“ passenden Zitat. So fanden sich u.a. die Gesichter von Richard von Weizsäcker und Michael Gorbatschow wieder. So war es zu jedem vollendeten Kilometer spannend, wer auf dem Plakat zu sehen war, und was diese Person zum Motto des Marathons zu sagen hat. Nachdem zunächst naturnahe Rad- und Wanderwege durchquert wurden, folgten Wohngebiete, vorbei am „Maiskolben“, dem höchsten Gebäude der Stadt, genutzt als Hotel und entlang der sehenswerten Wellenburger Allee im Stadtteil Göggingen. Bevor man sich etwa bei km 12 der Innenstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten näherte, konnte man noch das Eisstadion, die Heimspielstätte der Augsburg Panther betrachten. Das Wertachbrucker Tor markierte den Eintritt in die Augsburger Altstadt. Hier ziehen die Läufer an zahlreichen historischen Gebäuden vorbei, welche die reichhaltige Geschichte der ältesten Stadt Bayern widerspiegelt, welche schon zu römischen Zeiten als „Augusta Vindelicorum“ Provinzhauptstadt war. Die Teilnehmer durchliefen den Fronhof, ehemalige Fürstbischöfliche Residenz, passierten den Augsburger Dom mit seinen römischen Denkmälern auf dem Vorplatz, den Rathausplatz mit Rathaus und Perlachturm, das Fugger-Denkmal und die evangelische Sankt-Anna Kirche. Auch die Haupteinkaufsstraßen (Philippine-Welser-Straße und Annastraße) werden durchlaufen. Nun sind es noch knapp 4 Kilometer zurück zum Rosenaustadion, bevor die Halbmarathonis am Ziel sind und die Marathon-Läufer zur Halbzeit gelangen. Ich hielt mich zunächst an den Tempoläufer im Asterix-Look mit dem 3:30 h Ballon, der allerdings unerwartet immer wieder überholte, obgleich ich mit Zielzeit 3:20 h unterwegs war. Schließlich rief nach 12 Kilometern jemand „Ihr seid zu schnell“, und dann gelang es mir auch, mich von dem Gallischen Kollegen zu entfernen. Vom Start weg ging es mir ganz gut und meine Durchgangszeiten waren vielversprechend: 23:31 min (5 km) / 23:31 min (10 km) / 23:58 min (15 km) / 24:05 min (20 km). Den halben Marathon absolvierte ich in 1:40:20 h. Nun ging es auf die zweite Runde, und nun sollte dann doch der Regen einsetzen. Erst leicht als Niesel, sollte er uns letztlich bis zum Ziel nicht mehr verlassen. Lediglich die Läufer welche auf 5 Stunden Zielzeit hinliefen, sollten wieder bei trockenen Bedingungen durch das Ziel kommen. Die Startnummer vertrug den Regen auch nur bedingt, und löste sich Stück für Stück in seine Bestandteile auf. Durch die Nässe blieben die Reste jedoch am Trikot kleben. Der Verlauf der zweiten Runde entsprach tendenziell der ersten Runde, auch wenn man zeitweise am entgegengesetzten Ufer der Wertach gelaufen wurde, und man zudem die Wellenburger Allee komplett entlang lief mit seinen 350 Linden, 1840 angelegt. Die Allee endet im Augsburger Stadtteil Bergheim, am Schloss Wellenburg, seit 1595 im Besitz der Familie Fugger – Babenhausen. Dort wurde gewendet und man lief wieder zum Zentrum und schließlich Ziel, welches sich im Rosenaustadion befand. Genauso wie sich das Wetter verschlechterte, nahm auch meine Leistung ab, nachdem ich mit 24:46 min (25 km) und 24:07 (30 km) noch das Tempo halten konnte, kam bei km 34 innerhalb von 2 Kilometern der Einbruch, wodurch ich nach 25:12 (35 km) und 27:41 min (40 km), letztlich in 3:28:50 Stunden und durchnässt im Rosenaustadion die Ziellinie überquerte und die Finisher-Medaille, sowie Bananen, Wassermelonen, Rosinenbrötchen und alkoholfreies Bier in Empfang nahm. Die Sieger kamen heuer nicht aus Kenia, sondern waren mit Kai-Uwe Müller in 2:41:29 bei den Herren und Pamela Veith in 3:06:09 bei den Frauen zwei Einheimische. Insgesamt beendeten 535 Teilnehmer den Marathon (70 Frauen), ich letztlich immer noch auf Rang 94. Einen recht ausführlichen Bericht gibt es auch von Bernie Manhard und hervorragende Bilder von Josef Rüter. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
8 |
Anmeldegebühr lag bei 35 Euro, Anmeldung war Online möglich und Abholung der Unterlagen verlief reibungslos, allerdings war die Wege zwischen Parkplatz, Abholung der Unterlagen, Taschenabgabe und Startbereich, obgleich im Umfeld des Rosenaustadions, erstaunlich lang und auch ungenügend ausgeschildert. |
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Organisation |
7 |
Für eine Premiere alles wirklich gut, nur Kleinigkeiten gab es zu bemängeln, wie fehlendes Funktions-Shirt in meiner bestellten Größe, oder die sich auflösenden Startnummern. |
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Wegstrecke |
5 |
Sehr unterschiedlich, mal Asphalt, längere Abschnitte Naturpfade und auch Kopfsteinpflaster, die Wetterbedingungen machten den Untergrund auch nicht besser. |
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Attraktivität |
8 |
Die Strecke verlief zweimalig entlang aller wichtigen Denkmäler der Stadt (dei Puppenkiste mal ausgenommen) und bot viel Abwechslung (Natur und City) |
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Schnelligkeit |
7 |
Die verschiedenen Untergründe, die zahlreichen Wendepunkte und Kurven, sowie leicht profiliertes Gelände zeichneten den Streckenverlauf aus. |
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Verpflegung |
6 |
An der Strecke Wasser, Iso-Drinks und Bananen, im Ziel ein wirklich reichhaltiges Angebot von Wassermelonn, über Brötchen hin zu alkoholfreiem Bier |
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Zuschauer |
6 |
Trotz des frühen Starts und der bescheidenen Wetterbedingungen fanden sich erstaunlich viele Zuschauer (meist mit Regenschirm) an der Strecke (auch in den Naturnahen Bereichen) und in den Wohnungen entlang der Strecke. |
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Preise |
4 |
Es gab eine Finisher-Medaille, eine Urkunde zum Online-Ausdruck, sowie gegen Aufpreis ein attraktives Funktionsshirt, welches das Teilnehmer-Feld des Marathons prägte. |
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Internet-Seite |
6 |
Die Informationen des Newsletter waren detailliert und brauchbar, die Internet-Seite bot das Notwendigste, die Karte zum Streckenverlauf wurde gar nicht erst auf aktuellen Stand gebracht. |
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Teilnehmer |
8 |
Gemeinsam mit den Teilnehmern des Halbmarathons war die Strecke recht voll, später nur mit den Staffelläufern war man eher alleine und ich verlor auch zeitweise meine Vordermänner aus den Augen und musste die Streckenposten anweisen, mir den Verlauf zu zeigen. |
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Gesamt |
65 |
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Axel Vehreschild