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Der Freiburg Marathon ist mit seiner 7.Auflage noch eine relativ junge Veranstaltung. Mit über Zehntausend Starter bei den verschiedenen Strecken (Marathon, Halbmarathon, Staffeln und Schülerläufe) hat er jedoch schon eine hohe Verbreitung gefunden. Am Marathon nahmen über 1600 Starter teil, davon etwa ¼ Frauen. Die Wetterprognose gab nur verhaltenen Anlass zu Optimismus. Neben 10-13 °C, was noch akzeptabel ist, drohten Schauer und Wind. Zumindest die Anreise aus Richtung Stuttgart war feucht. Allerdings war es vor dem Start (11.20 Uhr) trocken, lediglich der Wind war präsent, so dass die alle Läufer, die an die fehlende Stunde aufgrund Umstellung der Sommerzeit sich pünktlich und hoffnungsvoll um 11.20 Uhr vom Messegelände aus auf die Strecke machten. Zunächst machte der Gegenwind auch wenig aus, da man im dichten Pulk der Starter lief. Beim Marathon handelt es sich um zwei Runden durch die Stadtteile Betzenhausen, Haslach, Stühlinger, Altstadt, Oberau, Neuburg, Herder und Zähringen, mit Start und Ziel am Rothaus-Messegelände. Zuerst ging es auf der Berliner Allee bei kräftigem Gegenwind gen Süden. Nach einer Kehre laufen die Teilnehmer entlang der Dreisam in Richtung Zentrum. Hier nimmt auch die Anzahl der Musikgruppen zu. Insgesamt 42 Musikbands säumen die 21km lange Strecke. Hier wird von Schlager über Blues, Rap, Reggae und Hardrock bis zu Drehorgelmusik alles geboten. Und am Abend hat man die Möglichkeit, über Internet für seinen Favoriten zu votieren. Nun ging es für die Läufer in den sehenswertesten Teil der Stadt. Vorbei an der Herz-Jesu-Kirche und den Stühlinger Platz erreichte man den Hauptbahnhof und schließlich die Altstadt. Hier befand sich die höchste Dichte an Zuschauern, Musikbands, Kopfsteinpflastern und Straßenbahnschienen. Die Läufer zogen durch 2 Altstadttore, konnten zahlreiche historische Gebäude betrachten und einen Blick auf den Turm des Freiburger Münsters werfen, bevor man das Zentrum Richtung Osten verließ. Nun wurde eine Schleife entlang der Dreisam gelaufen, an dessen östlichster Stelle man auch den höchsten Punkt (etwa 50 Höhenmeter über dem Startpunkt) erreichte. Bei km 10 hatte ich das Glück, dass mir die führenden Läufer entgegen kamen, welche die Schleife bereits beendet hatten, allen voran der Kenianer Serem Philemon Kipketer, mit seiner Bestzeit von 2:13 h als hoher Favorit gehandelt. Bei km 12 ging es also zunächst bergab, und meine km-Zeiten wurden dadurch auch besser. Dies hielt sich bis km 18 ½ , da neben dem Gefälle sich auch der Rückenwind positiv auf die Durchlaufzeiten auswirkte. Dann kam der Gegenwind und im Gegensatz zum Start boten die Mitläufer nicht mehr den nötigen Windschatten. So schleppte man sich, vorbei am Messegelände auf die zweite Runde bis km 24 durch den Gegenwind. Positiv fiel die Tatsache auf, das die Starter des Halbmarathons erst um 14.00 Uhr, und somit nach Durchlaufen der meisten Marathonläufer, auf die Strecke geschickt wurden. Die Durchlaufzeiten waren vollends in Ordnung und zwar pro 5km: 23:56 / 23:46 / 23:32 / 23:36. Die Halbdistanz durchlief ich bei 1:40:11 h. Weiter ging es durch bekannte Gelände, Dreisam, Bahnhof, Altstadt und Dreisam. In der Altstadt begegnete ich meinem Arbeitskollegen Rudi, am Bodensee noch den Marathon mitgelaufen, heute samt Frau interessierter Zuschauer. Bewundernswert neben der Geduld der Zusehen auch die Ausdauer der Musikbands, die trotz recht widriger Wetterbedingungen stundenlang Ihr Talent zum Besten gaben. Die Durchgangszeiten konnten nicht mehr an jene der ersten Runde heranreichen: 24:38 / 24:33 / 24:37, zumal bei km 31, passend zum Start des Halbmarathons auch leichter Regen einsetze.. Nach 33 km war das Gröbste geschafft, da nun wieder Gefälle und Rückenwind winkten. Und tatsächlich, es ging noch etwas, die Durchlaufzeiten glichen denen der ersten Runde so dass ich die km 35-40 in 33:10 lief und mit einem finalen Schlussspurt auch bei Gegenwind und Nässe in 3:22:19 eine persönliche Bestleistung aufstellte. Meine Zeit bedeutete schließlich den Gesamtplatz 232 von insgesamt 1630 Startern. Es gewann erwartungsgemäß der bereits erwähnte Kenianer Serem Philemon Kipketer mit Streckenrekord von 2:25:17 vor Nils Schallner aus Freiburg mit 2:27:24. Bei den Damen siegte Sonja von Opel aus München in 2:55:35 vor der Siegerin des vergangenen Jahres, Annette Götz aus Freiburg in 2:59:48. Die Duschen befanden sich in einem dem Messegelände angrenzenden Zelt. Diese waren zwar warm, der Weg von der Umkleide zur Dusche führte jedoch über kühlen Asphalt bei Außentemperaturen wie während des Laufes. Dafür wurde man aber mit der Portion Pasta belohnt, da der Gutschein auch am Veranstaltungstag Gültigkeit besaß. Axel Vehreschild
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
10 |
Stadard per Internet mit Anmeldebestätigung und Abholung Samstags oder Sonntag -> reibungslos ohne Wartezeiten |
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Organisation |
9 |
Der Lauf verlief einwandfrei, alles war gut abgeriegelt und gekennzeichnet |
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Wegstrecke |
6 |
Die Straßen waren nicht immer gut (Spurrillen, Schlaglocher) und die Altstadt mit Kopfsteinpflaster und zahlreichenden Schienen auch nicht einfach zu laufen. Aber alles war asphaltiert. |
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Attraktivität |
6 |
Zwei Runden sind nicht jedermanns Sache, die Strecke war abwechslungsreich, zunächst Industriegebiet und Vorort, dann die Innenstadt und anschließend auf Spazierwegen entlang der Dreisam, bevor man über weitere Vororte wieder Richtung Messegelände lief |
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Schnelligkeit |
8 |
Ganz eben ist der Marathon nicht, zumindest die zweite Hälfte der Runde geht bergab. Der Wind ist auch nicht zu vernachlässigen und die Altstadt ist mit ihren Schienen und Kopfsteinpflaster nicht ganz einfach zu laufen. |
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Verpflegung |
7 |
Die Verpflegungsstellen waren zahlreich, und mit Wasser, Iso, Tee sowie Bananen und Snacks gut ausgerüstet. Wann es was gab, war mir, ohne vorher die Karte studiert zu haben, nicht so ganz ersichtlich |
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Zuschauer |
7 |
Am Start und in der Innenstadt, sowie an den Staffel-Übergabestellen zahlreich, an den weiteren Stellen etwas dünner gezählt. Vermutlich der kühlen Wetterlage geschuldet, die 42 Musikband sorgten zusätzlich für Stimmung |
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Preise |
4 |
Neben der Finisher-Medaille und der obligatorischen Pasta (auch am Verabnstaltungstag) gab es aus Sponsorenhand Waschmittel, Fußspray und Läufer-Magazine, eine eigenartige Zusammenstellung.Weitere Ausstattung ließ sich gegen Aufpreis erwerben. |
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Internet-Seite |
5 |
Etwas spartanisch, vor allem nach der Veranstaltungen waren alle Lauf-Infos wie Ausschreibung oder Streckenverlauf verschwunden. Download der Ausschreibung in hübschem aber Tonerfarbe fressenden Gelb. |
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Teilnehmer |
10 |
Ideale Anzahl, zumal der Marathon zeitlich deutlich von der halben Distanz getrennt war. Man konnte immer ungedrängt und doch in Gesellschaft laufen und wusste, dass alle Teilnehmer in der Umgebung am selben Lauf teilnahmen. |
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Gesamt |
72 |
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Axel Vehreschild