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Nachdem die Organisatoren des Basler Stadtmarathons 2006 Konkurs anmelden mussten, fanden nur noch entlang von Parkanlagen Veranstaltungen über die Strecke von 42,2 km statt. Mit dem bereits 2009 angedachten, und 2010 tatsächlich durchgeführten „Manor Run to the Beat“ Marathon besitzt Basel nun wieder eine Ausdauerveranstaltung über die Königsstrecke. Mit dem 12. September 2010 hatte man sich ein historisches Datum ausgesucht, geschichtsbewanderte Leser werden wissen, dass exakt 2500 Jahre zuvor, am 12. September 490 vor Christus, die Schlacht von Marathon zwischen Persern und Athenern stattgefunden hat, dessen Ergebnis der Bote Phillippides mit seinem berühmten Lauf nach Athen überbracht hat, wenn er denn gelaufen ist. Mein Minimalziel war es, in einem besseren Gesundheitszustand als das berühmte Vorbild, das Ziel zu erreichen. Das Wetter war dafür ziemlich brauchbar. Es sollte ein sonniger Tag mit 25 °C Höchsttemperaturen werden, da wir jedoch um 08.30 bereits auf die Strecke gingen, sollte wir zwar die Sonne, aber nicht die Hitze mitbekommen. Anmeldung und Start erfolgte im Bereich der St. Jacobshallen, neben dem Fußballstadion des FC Basel. Da die Halbmarathon-Läufer erst 2,5 Stunden später auf die Strecke war die Anzahl der bereits aktiven Teilnehmer überschaubar. Knapp 500 Läufer machten sich pünktlich auf den Weg des „Manor Run to the Beat“ Marathon. Der „Beat“ war jedoch eher selten zuhören, und dann zumeist aus Lautsprechern. Positive Ausnahme war jedoch die Blaskapelle welche während Ihres Konzerts am Rheinufer auf und ab lief. Dafür waren die Zuschauer erstaunlich aktiv auch schon zu früher Uhrzeit, so dass man vieler Orts angefeuert wurde mit „Hopp, Axel, Hopp“ oder anderen motivierenden Sprüchen. . Hilfreich war natürlich der Umstand, das Teile des Marathons zweifach, das rechte Rheinufer (jenes mit der Blaskapelle) sogar dreimal durchlaufen wurde. Auch die Schweizer Kuhglocke war hin und wieder zu vernehmen. Die Basler nahmen die Premiere an. Vom St. Jacob Park ging es Richtung Innenstadt, zunächst durch das erste von drei zu durchquerenden Stadttoren (St. Alban) und anschließend über die Wettsteinbrücke (mit Blick auf das Münster) auf die rechte Rheinseite. Hier ging es 3 km entlang der Uferpromenade ins Hafengebiet und das Naherholungsgebiet „Lange Erlen“. Nun ging es über Messeplatz mit seinem markanten gläsernen Messeturm, über die Clarastraße, vorbei an einem Spalier roter und gelber Schaufensterpuppen eines Strumpfherstellers, zurück zur rechtseitigen Uferpromenade, an der man nach einem bereits bekannten Kilometer mittels Dreirosenbrücke auf die linke Seite wechselte. Über den St.-Johannes-Park (mit dem zweiten Stadttor St. Johann) und Universitätshospital erreichte man die Altstadt, was sich durch das Zunehmen von Kopfsteinpflaster und Straßenbahn bemerkbar machte. Während man bisher Höhenmeter nur mittels Anstiege an Brücken gewann (und anschließend auch verlor) ging es auf der linken Rheinseite deutlicher bergauf Richtung St. Peter und dem Spalentor und anschließend auch auf den Heuberg. Nachdem meine ersten 5km Durchlaufzeiten bei 24:09 und 24:05 lagen, war ich doch überrascht, dass die Tempoläufer für 3:30 h mich überholten. Ich lief mein Tempo weiter, 24:13 (15 km), 24:40 (20 km), 25:29 (25 km, mit Aufstieg und Pinkelpause), sehend, dass sich die Luftballons mit der 3:30 immer weiter entfernten. Richtung Altstadt ging es zum Barfüßerplatz wieder bergab Am Zoo zwinkerten einem die Tiere auf den Plakaten zu, nun hatten die Läufer Halbzeit. Weiter ging es entlang der Güterstraße mit Blick auf den Turm der Bank für internationalen Zahlungsausgleich, in der die Notenbank-Chefs der großen Industriestaaten am heutigen Tag sich einer Herausforderung der anderen Art stellten. Nun folgte der Botanische Garten mit lebensgroßem Dinosaurier-Modell, ehe man erneut den Startbereich durchlief. Hier war nun deutlich mehr betrieb, da die Halbmarathon-Läufer sich so langsam auf den Start vorbereiteten. Wir Marathonis hatten mittlerweile 2/3 unseres Weges hinter uns. Mit erneuter Überquerung der Wettsteinbrücke erreicht man bekanntes Terrain. Ab km 32 wiederholt sich für die kommenden knapp 10 km die Strecke, welche man bereits zwischen km 3 und 13 zurückgelegt hat, nur war der Fitnesszustand seinerzeit noch besser. Während der Führende des Halbmarathons an mich vorbeirauscht, kommen die Pacemaker der 3:30 h Zielzeit nicht mehr in meinem Sichtbereich, obgleich ich den Marathon in 3:29:10 beende. Da sind die besten schon seit einer knappen Stunde im Ziel, mit Andreas Schur aus Deutschland in 2:38:04. Bei den Frauen gewinnt die Schweizerin Desiree Germann in 3:11:31. Axel Vehreschild
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
9 |
Problemlos via Internet und auch die Abholung der Startunterlagen vor Ort funktionierte reibungslos auf dem großen Gelände. Das Startgeld liegt für Frühbucher bei 60 Euro. |
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Organisation |
6 |
Vieles hat reibungslos funktioniert, manches ist noch verbesserungsfähig, wie der Rücktransport vom zentralen Razhausplatz zum Basler Stadion oder die Platzierung der Kilometer-Schilder |
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Wegstrecke |
7 |
Da man bewusst die Attraktionen der Stadt mit in den Streckenverlauf einbezogen hat, leidet natürlich entsprechend die Beschaffenheit der Wegstrecke. So gab es zahlreiche Straßenbahnschienen oder Bürgersteige zu queren, seltener auch Kopfsteinpflaster |
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Attraktivität |
7 |
Man hat die Sehenswürdigkeiten der Stadt mit in den Streckenverlauf einbezogen, auch gab s immer wieder gute Blicke auf die Altstadt, doch lief man auch weite Strecken (teilweise doppelt und dreifach) durch Industriegebiet und Hafenanlagen. |
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Schnelligkeit |
6 |
Aus den oben genannten Gründen leidt natürlich die Schnelligkei des Kurses, zumal der Streckenvarlauf auch teilweise profiliet war. |
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Verpflegung |
7 |
War ausreichend vorhanden, aber nicht immer frühzeitig erkennbar, wo es welche Erfrischung oder Stärkung gab, im Ziel wurde man etwas dürftig versorgt. |
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Zuschauer |
7 |
Für die frühe Startzeit undein Premierenveranstaltung war der Zuschauerandrang überraschend hoch, und auch sehr aktiv mit Applaus und Zurufen. In den Streckenteilen außerhalb der Wohngegend war es erwartungsgemäß ruhig |
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Preise |
5 |
Ein Schuchsdack, ein Paar Socken und eine Finishermedaille, sowie kostenlose Benutzung von öffentlichen Nahverkehr und Schwimmbad ist für ein Startgeld von mindestens 60 Euro überschaubar |
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Internet-Seite |
8 |
Gut gemacht, bietet alle benötigten Informationen |
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Teilnehmer |
10 |
Da man auf breiten Straßen startete, getrennt von den Teilnehmern des Halbmarathons, war nie Gedränge, und doch war man nie alleine. Die Anzahl der Teilnehmer war ideal für eine solche Veranstaltung. |
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Gesamt |
72 |
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Axel Vehreschild