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Metropolmarathon
Fürth
28.06.2009

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Deutschland

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Der Metropol Fürth, der 2007 zum 1000 jährigen Jubiläum der Stadt in Leben gerufen wurde, konnte am28. Juni seine 3. Austragung feiern. Hauptsponsor war hierbei nicht das ortsansässige Versandhaus, das sich gerade in Zahlungsschwierigkeiten befand, sondern eine Baumarktkette mit Schriftzug in orange Farbe, deren Präsenz allgegenwärtig schien. Start und Ziel war entlang der Fürther Freiheit. Da die Marathon-Starter getrennt von den Läufern der übrigen Distanzen starteten, war das Gedränge der 800 Teilnehmer überschaubar.

Zunächst ging es über Radwege an der Pegnitz entlang, bevor man am ersten wirklich auffälligen Bauwerk vorbei lief, dem Playmobil-Stadion der SpVgg Greuther Fürth mit dem grünen Kleeblatt auf dem Vereinwappen. Weiter ging es nun in östlicher Richtung in diverse Fürther Stadtteile. Hier wurde auch eine Charakteristik des Laufes deutlich, und zwar die ständigen Wellen aufgrund von Unter- sowie Überführungen entlang von Autobahnen, Landstraßen, Bahngleisen, oder Wasserwegen.

Nun ging es in östliche und nördliche Richtung durch Stadteile von Fürth, hier wechselten sich Wohngegenden mit Feld- und Waldgebieten ab, auf asphaltierte Straßen folgten Verbindungswege aus Schotter oder Sand. Man lief durch die Orte Ronhof, Sack, Kronach, Stadeln, Mannhof, Vach, Flexdorf und Atzenhof und hatte hiermit bereits die Hälfte der Strecke absolviert. Bekanntschaft machte man mit der A73, den Flüssen Pegnitz und Rednitz, sowie dem Main Donau Kanal.

Die Wetterbedingungen waren für einen Marathon bestens. Die stetige Bewölkung hielt die Temperaturen um die 20 °C, gegen Mitte der Strecke wurden die Wolken sogar arg dunkel, so dass ich Bedenken bekam, wir müssten bereits vor dem Ziel duschen, aber das Wetter hielt. Auch der Wind zeigte sich nur selten, nur die hohe Luftfeuchtigkeit machte sich etwas unangenehm bemerkbar.

Das Wetter und die Strecke führten dazu, dass ich (trotzt der teilweise ungenauen Kilometer-Markierung regelmäßige Durchgangszeiten bis zum Ziel laufen konnte und zwar 23:50 (km 5); 24:18 (km 10); 23:42 (km 15); 24:24 (km 20); 24:20 (km 25); 23:48 (km 30); 24:36 (km 35); 24:26 (km 40).

Nun ging es weiter durch mehrere äußerst unspektakuläre Stadtteile von Fürth, wie Unterfarrnbach, Oberfarrnbach, Unterfürberg oder Oberfürberg, bevor die Strecke doch überraschendes bot. So lief nicht nur am Stadion von Quelle Fürth vorbei, sondern eine halbe Runde über die Tartanbahn, und anschließend über das Rasengelände, bevor man entlang des Main-Donau-Kanals sich langsam der Fürther Innenstadt und somit dem Ziel näherte.

Nun bekam man auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Gesicht, sofern noch Muße dazu hatte. Schließlich hatten wir alle fast 40 km in den Beinknochen und das grobe Kopfsteinpflaster forderte auch noch erhöhte Konzentration, so dass die willkommenste Attraktion am heutigen Tag das Ziel auf der Fürther Freiheit war.

Mit 3:24:59 h als Finisher konnte ich eine neue persönliche Bestzeit vermelden und voller Stolz den Shuttle zu den Duschen nehmen. Bei den Herren war Christian Strauch in 2:36:05 knapp 50 Minuten vor mir im Ziel, bei den Damen hatte Andrea Schadewell in 3:19:00 etwa 5 Minuten Vorsprung vor mir. Im Ziel gönnte ich mir (neben dem Dusch-Shuttle) das alkoholfreie Bier und das zuckersüße Gebäck.

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

10

Anmeldung bequem online durch Überweisung, Bestätigung prt eMail, Abholung der Unterlagen ohne Wartezeiten am Veranstaltungstag möglich

Organisation

9

Im Grunde perfekt, mit Gepäckaufbewahrung, Versorgung, Parkmöglichkeiten, Absperrung der Strecke oder Shuttle-Taxis zu den Duschgelegenheiten und zurück, lediglich die km-Abmessungen waren teilwiese recht ungenau.

Wegstrecke

6

Weitgehend asphaltierte Straßen, auf Verbindungswegen jedoch auch Schotter- und Erdwege, teilweise ging es gar über Wiesen und auch das grobe Kopfsteinpflaster zum Schluss machte meinen entkräfteten Beinen und Füßen zu schaffen.

Attraktivität

2

Vornehmlich ging es durch die Stadtteile von Fürth, also reine Wohngebiete in Abwechslung von Überlandstraßen, letzlich doch wenig für das Auge.

Schnelligkeit

7

Grundsätzlich ein flacher Marathon, allerdings durch die zahlreichen Unter- und Überführungen an Straßne, Bahnschienen und Wasserwegen sehr wellig (mein Höhenmeter an der Pulsuhr registrierte 185 Höhenmeter in Summe) und auh nicht immer asphaltierte Wege machen den Läufern auf Dauer auch zu schaffen.

Verpflegung

10

Alle 2 Kilometer gab es eine Verpflegungsstelle, zunächst nur mit Getränken (Wasser, Iso und Cola) später auch mit fester Nahrung (Bananen, Müsliriegel, Gels), dazu im Ziel alkoholfreies Weizenbier und Kuchen, verhungern oder verdursten konnte hier niemand

Zuschauer

7

Gerade innerhalb der Ortschaften feuerten zahlreiche Zuschauer die Läufer an, und auch hinter Gartenzäunen, auf Balkonen und in Biergärten gab es viele Leute, welche die Teilnehmer unterstützten, dazu einzelne Musikgruppen entlang der Strecke, so dass immer eine ausreichende Stimmung herrschte

Preise

10

Für ein Startgeld von 42 Euro (bei Anmeldung im Mai, 2008 wären es 35 Euro gewesen) gab es eine Trainingstasche, eine Finishermedaille, sowie zahlreiche Sponsorenpräsente wie Cremes, Gels und eine Tüte Gummibärchen war in der Menge doch ungewöhnlich.

Internet-Seite

9

Sehr übersichtlich, slle Informationen schnell greifbar und zudem mit der Möglichkeit wichtige oder nützliche Daten (Streckenplan, Parkmöglichkeiten oder Veranstaltungszeitung) als Download zu bekommen, vorbildlich

Teilnehmer

8

Der Marathon mit etwa 800 Teilnehmern startete getrennt von den übrigen Läufen, trotzdem war es zu beginn entlang der schmalen Rad- und Wanderwege recht eng, später war man eher alleine und verlor die Läufer vor einem aus den Augen.

Gesamt

78

 

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