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Der Frauenfelder Waffenlauf gehört zu den Traditionsveranstaltungen der europäischen Laufszene. In diesem Jahr wird der Waffenlauf zum 75. Mal ausgetragen, seit 1952 in der Marathondistanz. Der Marathon findet heuer zum 10. Mal statt, der Streckenverlauf ist identisch, allerdings unterscheiden sich die Läufe hinsichtlich der Ausrüstung. Während man für den Marathon in Sportkleidung antreten darf, müssen die Teilnehmer des Waffenlaufes neben Militäranzug auch mit Rücksack und Sturmgewehr die Strecke zurück legen. Ich hatte versehentlich für den Militärmarsch gemeldet, wollte aber ungern mit Rucksack und Gewehr laufen (hatte ich gerade auch nicht dabei). Die Ummeldung ging jedoch problemlos. Viele Soldaten statteten ihren Gewehrlauf mit Souvenirs, Blumen oder der Landesflagge aus. Start und Ziel des Marathons ist in Frauenfeld, der Halbmarathon beginnt in Wil, wo die Marathonläufer nach halb verrichteter Arbeit durchlaufen. Während der Start auf dem Marktplatz mittels Kanonenschuss erfolgt, liegt das Ziel auf dem Kasernengelände. Die Teilnehmer des Militärmarsches machten sich um 10.00 Uhr auf die Strecke, während die Marathonläufer 30 Minuten später starteten. Für die Starter in Wil ging es zur Mittagsstunde los, so dass die Sieger in etwa zur gleichen Zeit in Frauenfeld eintrafen. Der Marathon liegt zwar nicht in hochalpinem Gebiet, obgleich die Schweizer Alpen auf dem ersten Teilstück immer im Blickfeld sind, er ist aber schon recht wellig, und einen ersten Eindruck vom Streckenprofil erhielt man unmittelbar nach dem Start, als es die erster 50 Höhenmeter gut zumachen galt. Das Wetter meinte es in diesem Jahr gut mit den Läufern, es war zwar bewölkt aber blieb trocken, und mit 10°C war es für diese Jahreszeit noch recht mild. Nach 45 Minuten lief ich auf die ersten (sprich letztplatzierten) Teilnehmer des Militärmarsches auf, und hatte denen zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Minuten abgenommen. Ins Ziel kam der letztplatzierte Marschierer nach 6:40 h Laufzweit. Die Zuschauer an Strecke zollten den Teilnehmern mittels Applaus Respekt, wobei die Intensität der Anfeuerung abhängig von der zugehörigen Gruppe war. Den meisten Applaus erhielten die Damen, dann folgten in der Lautstärke die Teilnehmer des Militärmarsches und die gedämpfte Anfeuerung erhielten wir restlichen Teilnehmer. Auch war die Anzahl der klingenden Glocken von grasenden Kühen höher als jene von Zuschauern am Wegrand, obgleich vor allem in Frauenfeld und Will zahlreiche Zuschauer die Läufer begleiteten.
Über große Teile wurde auf Asphalt gelaufen, es gab auch Abschnitte mit Wald- und Feldboden, teilweise etwas schlammig und hinter Will eine 500m lange Strecke über rutschiges Gras. Die erste Ortschaft nach Frauenfeld, die Gemeinde Matzingen wurde nach 5km erreicht, weiter ging es über Wängi (Konterfei des Schulhauses auf der Medaille) nach Eschlikon. Hier erreichte man mit 600 Höhenmeter (Start war bei 417 ü NN) bei km 13 den höchsten Punkt des Laufes. Hinter Sirnach erreichte man bei km 20 die erst die 3. Verpflegungsstelle, hier orientierte man sich eher an den Fähigkeiten der Soldaten. Meine Durchlaufzeiten für die erste Hälfte lagen bei: 25:59 (5 km), 24:54 (10 km), 25:57 (15 km), 25:54 (20 km). Zur Hälfte der Marathon-Strecke durchlief man Wil. 5 Minuten bevor ich den Ort erreichte, starteten hier die Damen zum Halbmarathon. Nachdem ich zuvor die Soldaten überholt habe, scheuchte ich nun die Damen vor mir her. Da die Halbmarathon-Läufe deutlich besser frequentiert waren, wurde es nun voll. Die Herren starteten erst, nachdem ich Will durchlaufen hatte, so dass ich hier nur den schnellsten Teilnehmern begegnete. Nach km 23 ging es langsam wieder bergab, obgleich doch noch einzelne recht giftige Steigungen auf dem Weg lagen. Nach den Ortschaften St. Margarethen, Lommis und Stettfurt ging es die letzten 2 km noch einmal deutlich bergab, bevor man die Zielankunft in Frauenfeld erreichte. Meine Durchgangszeiten für die zweite Streckenhälfte lagen aufgrund des tendenziell abschüssigen Geländes bei: 24:42 (25 km), 24:38 (30 km), 24:08 (35 km) und 25:43 (40 km). Mit 3:32:50 erreichte ich (gegen 14:00 Uhr) so eben vor dem einsetzenden Nieselregen das Ziel. Als Finisher konnte man auswählen, ob man (neben einem Handtuch) sich den Zieldurchlauf mit Honig versüßen ließ, eine anerkennende Medaille nahm, oder sich den Gegenwert in Schweizer Franken auszahlen ließ, auch eher ungewöhnlich. Die Sieger hießen bei den Herren (mit Gepäck) David Schneider in 2:51:45 und bei den Herren (in Sportkleidung) Roland Stoll in 2:42:10, beide aus der Schweiz. Bei den Damen kamen Elsbeth Rölli in 4:05:47 (Militärmarsch) und Deborah Balz in 3:04:39 (Marathon) als erste ins Ziel. Ich erreichte das Finish in 3:32:50 als 62. Insgesamt erreichten 237 Teilnehmer beim Militärmarsch und 203 Teilnehmer beim Marathon das Ziel. Beim Halbmarathon gab es insgesamt 1168 Klassierte. Axel Vehreschild
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
10 |
Über Datasport einwandfrei, die Startunterlagen wurden per Post zugesandt, und auch die Ummeldung bei mir von Waffenlauf auf Marathon ging reibungslos von statten. |
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Organisation |
7 |
Alles wirkte militärisch spartanisch. Wenig Ausschilderung von Parkplätzen und administrativen Stellen, Kilometer-Markierungen alle 5 km, zwar solide aber irgendwie ohne Extras. |
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Wegstrecke |
5 |
80% war Asphalt, daneben gab es Wald- und Feldweg in unterschiedlichm Zustand, lediglich das Stück Wiese hinter Wil war richtig unangenehm, da rutschig |
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Attraktivität |
6 |
Die Alpen waren in Reichweite, der Lauf selber führt primär duch lndwirtschaftliches Gebiets ohne attraktive Sehenswürdigkeit und kann als Landschaftslauf eingeordnet werden |
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Schnelligkeit |
5 |
Das richtig wellige Profil und die unterschiedlichen Untergründe kosten in der Summe doch Zeit. Insgesamt muss man über 500 Höhenmeter bewältigen, obgleich zwischen tiefsten und höchsten Punkte nicht einmal 200 Höhenmeter liegen. Knackig auch der Aufstieg ganz zu Anfang. |
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Verpflegung |
5 |
Zum Anfang des Laufes lagen die Erfrischungspunkte noch recht weit auseinander, später wurden Sie dichter, erfreulich war, dass es warme Getränke wie Tee oder Boullion gab. Im Ziel gab es nur Flüssigkeit, nichts essbares |
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Zuschauer |
4 |
Nur selten ging es durch bewohnte Ortschaften und hier herrschte etwas Betriebsamkeit, hinsichtlich Jahreszeit und Strekcenverlauf doch recht ruhig |
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Preise |
5 |
Neben einem Badetuch konnte man auswählen zwischen einer Medaille, einem Glas Honig oder dem Gegenwert in Schweizer Franken, auch Sponsorenpresente gab es keine. |
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Internet-Seite |
7 |
Viele Informationen, und doch, wie organisatorisch zu erwarten, alles spartanisch, rein ausgerichtet auf die Mitteilung der notwendigen Daten |
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Teilnehmer |
7 |
Die einzelnen Rennen (Militärmarsch, Marathon, Halbmarathon Männer und Halbmarathon Frauen waren strickt nach Zeiten und Startorten getrennt, doch lief viele Läufer auf langsamere Gruppen auf, speziell die schnellsten Halbmarathon-Starter bei Herren hatten Schwerstarbeit beim Überholen zu verrichten |
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Gesamt |
60 |
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Axel Vehreschild