Am 18. Oktober stand die 6. Auflage des Bottwartal - Marathons an. Der Lauf führt, nördlich von Stuttgart entlang der württembergischen Weinberge, dort wo Trollinger, Lemberger und Schillerwein zuhause waren. Start und Ziel waren in Großbottwar, vor den Gebäuden der Bottwartal – Kellerei. Besonders war die Tatsache, dass am Veranstaltungstag 2 Halbmarathons angeboten wurden, eine Nordschleife über Oberstenfeld und Beilstein, und eine Südschleife durch Murr und Steinheim. Wer sich für die 42 Kilometer entschied, kam in den Genuss beider Strecken.

Das Wetter zur Anreise war nebelig und nass, doch passend zur Start hörte der Regen auf, und sollte sich auch nicht wieder zeigen. Aufgrund der hohen Anzahl Starter, gerade bei den Halbmarathons wurde der Start zeitlich gesplittet, die Schnellsten gingen um 10.00 Uhr auf die Strecke, die letzte Gruppe lief um 10.20 Uhr los. Die Teilnehmer der Südschleife konnten noch länger schlafen, hier begann es erst ab 10.30. Uhr. Ich durfte mich als Berechtigter der blauen Startgruppe um 10.05. Uhr loslaufen, auf die Strecke geschickt mit einem Kanonenschuss.

Für mich ging es um 10.05 Uhr auf die Strecke. Gemeinsam mit den Startern des Halbmarathons für die Nordschleife ging es zunächst auf dem normalerweise für Radler ausgewiesenen Weg parallel zur K1100 über Hof und Lembach in Richtung Oberstenfeld. Im Blickfeld hatte man immer die Burgen Lichtenberg und Hohenbeilstein. Nachdem die Läufer sternartig durch die Gemeinden Gronau, Schmidthausen und Beilstein gezogen waren, ging es über Oberstenfeld zurück nach Großbottwar.

Hier hatten die Teilnehmer des Halbmarathons ihr Tagwerk verrichtet. Die Marathonläufer nahmen nun die Südschleife in Angriff. Bislang konnte ich trotz des welligen Profils mit gleichmäßigen Zeiten aufwarten. Die Nordschleife war mit 120 Höhenmetern ein wenig anspruchsvoller als die nun folgende Südschleife mit 90 Höhenmetern. Meine Durchgangszeiten pro 5 gelaufene Kilometer lagen bei 24:47 (5km), 24:43 (10km), 24:49 (15 km), 24:00 (20 km, hier ging es wieder bergab nach Großbottwar).

Die Läufer der HM-Südschleife waren hier bereits längst auf der Strecke (Start ab 10.30 Uhr, auch in zeitliche versetzten Blöcken), teilweise bereits im Ziel angekommen. Über eine Länge von 5 km über Kleinbottwar bis Steinheim verliefen Hin- und Rückweg über dieselbe Straße, so dass ich zahlreiche Läufer des Halbmarathons und die schnellsten Teilnehmer des Marathons zu Gesicht bekam. Kurz vor der Gabelung in Steinheim begegnete ich der führenden und späteren Siegerin beim Marathon.

Zudem traf ich unter den Läufern und Zuschauern auch Mitgliedern meines früheren Laufvereins, den Murrtal Runners, welche auch zahlreich an der Laufveranstaltung teilnahmen. Auch konnte ich mich noch an Teile des Marathons erinnern, als ich in der Nähe wohnte, und Streckenabschnitte zum Training nutzte, wobei es sich hier um die flacheren Abschnitte des Bottwartales und Schwäbischen Waldes handelt.

Nach Steinheim ging es durch Murr und (dem Wind ausgesetzt) über das freie Feld zurück durch Murr und Steinheim, bevor man wieder bekanntes Terrain erreichte. Zwischenzeitlich traf ich auf den 3:30 Zugläufer, der ziemlich alleine unterwegs war. Er machte mir Mut, dass ich das Ziel, bei 3:28 zu landen, mit den aktuellen Tempo erreichen würde, mit Ausnahme einer kurzen Steigung blieb es nun eben, und der Gegenwind war auch überstanden.

Über Land ging es durch Kleinbottwar zurück nach Großbottwar, auf der Gegenspur erblickte man die letzten Teilnehmer vor dem Besenwagen. Meine weiterer Durchgangszeiten auf der Südschleife lauteten: 24:31 (25 km), 24:33 (30 km), 24:15 (35 km) und 25:06 (40 km). Dieses Jahr hatten die Sieger des Marathons sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen schwarze Hautfarbe und waren in Kenia gebürtig. Bei den Herren gewann Titus Kipchumba Kosgei in 2:29:11, bei den Damen siegte Pameli Jemeli Kipchonge 2:24:18 mit über 20 Minuten Vorsprung. Ich kam auf Rang 126 (von 476 Klassierten) mit 3:27:46 ins Ziel.

Axel Vehreschild

 

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

8

Mit einer Anmeldegebühr von 30 - 42 Euro, je nach Meldezeitpunkt gehört der Bottwartal-Marathon zu den preiswerteren Läufen. Meldung standardmäßig über das Internet, Bestätigung per eMail, der Start/Ziel-Bereich an der Bottwartal-Kellerei fasst allerdings kaum mehr alle Starter des Halb- und Vollmarathons.

Organisation

10

Einwandfrei, von der Streckenabsicherung, über Gepäckabgabe bis zum Bustransfer, Vielen Dank hier für die kostenlose Nachsendung der (verlorenen) Finishermedaille

Wegstrecke

8

Alles Asphalt, durch die Ortschaften immer wieder Mal Kopfsteinpflaster oder Bürgersteige auf und ab, teilweise auch enge Kurven

Attraktivität

5

man sieht viele Hügel, kleine Ortschaften und Weinberge in herbstlichem Gewand, insgesamt kann man den Bottwartal-Marathon als Landschaftslauf ohne große Attraktionen hinter einer herbstlichen Kulisse sehen

Schnelligkeit

6

Welliges Profil, laut Veranstalter insgesamt 210 Höhenmeter, auch teilweise enge Kurven

Verpflegung

8

Ausreichende Verpflegungsstellen mit reichhaltigem Angebot, allerdings die Erkennung, was man wo bekam, war nicht immer leicht, im Ziel neben Wasser und Iso auch Milch, Brot und alkoholfreies Bier, lediglich das charakteristische Getränk des Veranstalters (Bottwartal-Kellerei) war nirgends erhältlich, hier muss man wohl nach Medoc.

Zuschauer

5

Trotz der kühlen Witterung, gerade in den Ortschaften immer wieder anfeuernde Zuschauer, zudem einige Gruppen zu musikalischen Untermalung, weitgehend allerdings war man mit Natur und Mitläufern allein.

Preise

5

Eine Medaille (für mich Schlamper kostenfrei nachgesendet) und Baumwoll-Shirt (gegen Aufpreis aucvh mit Funktion), war für die Anmelde-Gebühr in Ordnung.

Internet-Seite

8

Sehr viele Informationen, fast spartanisch eingestellt. Viele Links eingestellt, mit Bildern der aktuellen oder vergangener Veranstaltungen. Nicht alle Informationen sind schnell zu finden (so habe ich z.B. länger nach den Parkmöglichleiten gesucht)

Teilnehmer

8

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl liefen Marathon und Halbmarathonläufer der Nordschleife in vier um 5 Minuten versetzten Blöcken los. Die Halbmarathonstarter der Südschleife konnten da noch schlafen, hier war der Start 2 Stunden später und ebenfalls in Blöcken. Anders läßt sich der Start nicht handhaben, voll ist es trotzdem

Gesamt

71

 

Bottwar Strecke
Bottwar-Beilstein
Bottwar-Sieger
Bottwar-Start
Bottwar-Lichtenstein
Bottwar-Rathaus
Bottwar-Axel2
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Bottwartal
Marathon
18.10.2009

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