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In der Nacht von Freitag, den 12. Juni auf Samstag, den 13. Juni 2009 fanden die Bieler Lauftage statt, mit der Königsdisziplin, den 100km-Ultramarathon, dem größten Ultra weltweit. Es sollte die 51. Veranstaltung des seit 1959 (!) ausgetragenen Event sein, somit das Jahr 1 nach dem großen Jubiläum. Neben dem Ultra-Marathon wurde noch diverse andere Strecken angeboten, wie den Staffeten - Lauf, den Nahtmarathon, den Halbmarathon und Nordic Walking - Läufen, sowie auch Kinderläufe am Mittag. Ich entschied mich für meine Standarddistanz, den Marathon. Die Ultras starteten allesamt um 22.00 Uhr, hier dämmerte es noch, während die Marathon-, Halbmarathon- und Nordic Walking– Teilnehmer um 22.30 Uhr loslegten. Zunächst liefen wir durch Biel, inklusive einer zusätzlichen Schleife durch die Innenstadt, auf deren zweiter Runde es zahlreiche mit Walking- Stöcken ausgerüstete Teilnehmer zu überholen galt. Nach der Überquerung des Nidau-Büren-Kanals bei km 9 ging es zunächst einmal knapp 100 Höhenmeter bergauf, bevor einem bei km 12 die bisher begleitenden Straßenlaternen verließen. Dafür lief man nun auf die ersten Teilnehmer des 100km-Laufes auf, obgleich diese 30 Minuten früher gestartet waren und auch nicht die Zusatzschleife in Biel laufen drehen mussten, somit hatten die 42 km - und 21 km – Läufer bereits etwa 3,5 km mehr absolviert. Dafür sorgten die Ultras mit ihren zahlreichen Stirnlampen und der vielfachen Fahrrad-Begleitung für notwendiges Licht auf der Strecke. Nicht nur die Beleuchtung, sondern auch die Beschaffenheit der Strecke wurde nun schlechter, statt wie bisher, auf Asphalt lief man nun auf Schotter mit teilweise groben Steinen. Auch die vereinzelten Waldstücke nahmen zusätzliches Licht der klaren Sternennacht weg. Mit Aarberg erreichte man den nächsten Ort und hatte durch die Straßenlaternen wieder mehr Licht, allerdings war hier für mich auch schon die Hälfte des Rennens absolviert, während die Teilnehmer des Halbmarathons nach Durchlaufen der Holzbrücke ihr Rennen beenden durften. Da man über weite Strecken ohne Außenbeleuchtung unterwegs war, waren auch die Möglichkeiten, sich abzulenken, begrenzt. Von der (sicherlich sehenswerten) Gegend bekam man quasi nichts mit, und regelmäßig auf die Pulsuhr konnte man auch nicht schauen, schließlich sollte die Batterie (belastet durch ständige Beleuchtung der Anzeige) bis zum Ziel halten. Die 5km- Durchgangszeiten (häufigere km-Schilder gab es auch nicht) waren, abgesehen von den beiden kurzen Steigungen am Stadtausgang von Biel (km 13) sowie bei Scheunenberg (etwa km 28) gleichmäßig: 23:59 / 24:08 / 27:03 / 26:01 / 26:39 / 28:04 / 26:31 / 26:13. Beeindruckend waren die langen Lichterketten bestehend aus den Stirnlampen vorwiegend der Läufer des 100km-Rennens, sowie zahlreiche aufgestellte Fackeln. Auch der Mond (nahezu in voller Größe) ging nun auf und schaffte eine zusätzlich Lichtquelle. Als nächsten Ort erreichte man Lyss, hier ließ sich zum einzigen Mal anhand des Stadtkerns die Schönheit der Gegend erahnen. Anschließend (ab km 28) folgten nur noch Gehöfte wie Ammertwil, Großaffoltern oder Scheunenberg, und auch die Streckenbeschaffenheit variierte, zudem gab es noch einmal knapp 100 Höhenmeter zu überwinden. Letztlich machte man sich durch das Limpachtal entlang einer ziemlich geraden Strecke auf die letzten 8 km des Marathon-Laufes, wobei der Großteil der mich begleitenden Teilnehmer noch nicht einmal die Hälfte ihres Pensums absolviert hatten. Die orange Laternen des Zielortes Oberramern rückten immer näher, und schließlich nach 3:40:21 (brutto) konnte ich die Kontrollmatten der Zeitmessung überlaufen. Hier hatten die Ultras noch 62 km vor sich, ich glücklicherweise nicht mehr. Ich durfte den Rückweg nach Biel mit dem Bus zurücklegen, nicht ohne mich vorher an der vorzüglich ausgestatteten Verpflegungsstelle zu versorgen. Hier gab es Wasser, diverse Iso-Drinks, Cola zu trinken, sowie Bouillon, Müsli-Riegel, Brot Bananen oder Schokolade zu essen. Besonders die warme Bouillon hatte es mir angetan, zumal die Umgebungstemperatur nur noch unwesentlich über 10 °C lag, und die Duschmöglichkeit nur in Biel existierte. Ingesamt erreichten 118 männliche und 36 weibliche Teilnehmer das Ziel des Nachtmarathons, am schnellsten waren dies die Schweizer Beat Brändle (Herren in 2:56:29) und Susanne Gries (Frauen in 3:10:56). Meine Zeit reichte für Rang 26. Verglichen mit den knapp 3.500 Starter des 100km-Laufes war die Teilnehmerzahl des Marathons aber vergleichsweise gering. Jedoch habe ich noch niemals während eines Wettkampfes so viele Teilnehmer überholen können. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
7 |
Anmeldung bequem online durch Überweisung, Zusendung der Bestätigung allerdings erts 2 Tage vor Start nach eMail Anfrage |
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Organisation |
8 |
Die Abholung der Startunterlagen, Streckensicherung, Verpflegung, Zeitmessung oder der Rücktransport per Bus waren einwandfrei, Duschmöglichkeiten, Parken oder km-Markierungen waren eingeschränkt. |
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Wegstrecke |
6 |
Immer wieder gab es Abschnitte mit Schotter, ansonsten war die Strecke des Marathon allerdings asphaltiert und in Anbetracht der Dunkelheit auch ohne tückische Hindernisse |
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Attraktivität |
3 |
Sicherlich ist die Gegend um Biel sehenswert, anhand des Nachtmarathons läßt sich dieses jedoch nicht beteilen. Einen Marathon durch die Nacht zu Laufen ist zwar ein Erlebnis der besonderen Art, aufgrund fehlender Sicht auf Gegend (und Pulsuhr) sind die Möglichkeiten, sich abzulenken weitgehend eingeschränkt. |
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Schnelligkeit |
6 |
Der Nachtmarathon ist über weite Strecken flach, lediglich zwei kurze Anstiege über insgesamt 220 Höhenmeter sind zu bewältigen. Die Schotterstrecken und das Überholen der vielen, vielen Ultraläufer kostet jedoch auch Zeit. |
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Verpflegung |
10 |
In regelmäßigen Abständen hatte man wirklich die Wahl, wie man sich stärken wollte (Dank den 100km-Läufern). Es gab Wasser, diverse isotonische Getränke, Bananen, Müsliriegel, Brot, Bouillon, Schokolade (und meine Liste ist bestimmt nicht vollständig) usw. |
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Zuschauer |
5 |
Für einen Lauf zwischen 22.00 Uh und 02.00 morgens (oder später) war die Begleitung beträchlich, letztlich gab es Zuschauer jedoch nur an ausgesuchten, markanten Stellen. |
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Preise |
6 |
Für ein Startgeld von umgerechnet 31 Euro (bei Anmeldung bis Anfang Mai) gab es ein hübsches Funktionsshirt und Müsliriegel, owie gegen 7 Euro Aufpreis eine Finishermedaille und gegen weitere 5 Euro diese auch mit Gravur der Zielzeit. |
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Internet-Seite |
5 |
Sehr übersichtlich und mit den wichtigsten Informationen, allerdings waren maanche Dtaen wie Dusch- oder Parkmöglichkeiten nicht zu finden, und in den Tagen um die Bieler Lauftage war die Internet-Seite wiederholt längere Zeit nicht abrufbar |
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Teilnehmer |
4 |
Mit 150 Starter des Marathons und weiteren 500 Startern des Halbmarathons gab es kein Gedränge am Start, jedoch machten die 3500 (30 Minuten zuvor) gestarteten Ultraläufer mit ihrer zahlrechen Fahrradbegleitung Mühe, auf welche man im Laufe der 42 km auflief. |
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Gesamt |
60 |
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Axel Vehreschild