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Weiltalweg Marathon
20.04.2008

Weiltal-Logo

Deutschland

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Am 20. April stand der Weiltalweg-Landschaftsmarathon im Taunus an. Die Strecke führte entlang des Weiltalweges von Arnoldshain nach Weilburg, wobei der Zielort 350 Höhenmeter unter den Start lag. Zunächst wurden die Läufer mit Bussen vom Zielort zum Start transportiert. Die Fahrt dauert 45 Minuten und man konnte sich ein wenig mit Profil und Schönheit der Strecke vertraut machen, wenngleich der Nebel die Sicht deutlich einschränkte.

Oben in Arnoldshain konnte man sich in der örtlichen Turnhalle umziehen und für den Start präparieren. Die Ausrüstung wurde anschließend in Müllsäcken zum Ziel gekarrt. Laut Wetterbericht waren bis zu 20°C zu erwarten, wonach ich auch mein Outfit ausrichtete. Noch war jedoch der Himmel zugezogen, was sich deutlich auf die Temperaturen auswirkte, wir starteten bei etwa 5 °C.

Von Arnoldshain ging es zunächst über Schmitten, Dorfweil, Brombach und Hundoldstal. Steigung und Gefälle wechselten sich ebenso ab, wie der Untergrund. Dieser war, wenn nicht aus Asphalt trotz des Regens der vergangenen Tage immer noch weitgehend fest, wenn auch teilweise matschig und durchnässt, was sich mit der Zeit durch braune und graue Spitzer entlang der Beine bemerkbar machte. Schwierig war das Rennen diesbezüglich aber in keiner Phase.

Bei km 6 stand der extremste Anstieg Richtung Weilstein bevor, hier mussten 70 Höhenmeter gutgemacht werden. Aber auch im weiterem Verlauf gab es immer wieder Anstiege zwischen 20 und 30 Höhenmeter. Bis km 28 war das Profil wellig. Obgleich man vom 490 Meter über NN auf 180 Meter über NN herab lief, wirklich einfach war die Strecke nicht.

Einen 5-Minuten Schnitt pro Kilometer konnte ich zunächst halten, bei 5km-Durchgangszeiten: 25:10 / 25:12 / 25:08 / 25:38 / 25:25 / 24:38 bis km 30. Ab km 28 ging es dann ausschließlich moderat bergab (insgesamt noch einmal 40 Höhenmeter), was die abschließenden Zeiten begünstigte, so dass ich mit 24:32 / 24:41 schließlich nach 3:30:18 die Ziellinie überquerte.

Kurios war, dass die Pace-Radler (die Kollegen, welche die Zielzeit anzeigten war mit dem Mountainbike unterwegs) mit der Zielzeit von 3:30 h bei km 32 mit einer Speed von etwa 20 km/h überholten (diese konnte ich jener Phase des Rennens nicht mehr mitgehen), ich wiederum auf der Zielgerade an Ihnen vorbeispurtete, die 3:30 h knackte ich trotzdem nicht.

Das angekündigte Wetter ließ lange auf sich warten, erst auf der Heimfahrt mit dem Auto zeigte sich die Sonne. Die Temperaturen blieben dadurch auf Start-Niveau, weshalb ich zwischenzeitlich kalte Finger bekam, wobei im Ganzen das Wetter veranstaltungsfreundlich war. Lediglich der zeitweise aufkommende Wind, welche einem eher entgegen wehte war ungünstig.

Etwas gewöhnungsbedürftig waren auch die Duschen. Waren die Dusche bei mir (wohl auch nicht bei allen) richtig heiß war, lagen die Umkleiden im Freien, und der Gang zu den Duschen führte über Kies und Matsch.

Die Gesamtteilnehmerzahl lag bei 909 Marathonläufern, ergänzt durch 280 Staffelläufer, welche mit gelbem Schild gekennzeichnet waren, wodurch man direkt wusste, ob ein Staffelläufer einen überspurtete, oder ein direkter Konkurrent. Den Gesamtsieg holte sich (mit der Startnummer 1) Marco Diehl in 2:29:21 und lief damit Streckenrekord, bei den Damen gewann Antje Krause in 3:12:29. Ich überquerte als 148. die Ziellinie, insgesamt sahen das Ziel 679 Starter.

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

10

Per Internet für 35 Euro, Abholung entweder am Vortag des Laufes in Weilburg oder am Veranstaltungstag in Arnoldshain, alles ohne Verzögerungen

Organisation

9

Parkplatzeinweisung, Bustransfer nach Arnoldshain, pünktlicher Start, Streckenmarkierung, Straßenüberquerung, alles perkeft, lediglich die Duschen im Freien waren gewöhnungsbedürftig

Wegstrecke

6

Etwa Hälfte war Asphalt, der Naturpfade, trotz des ergiebigen Regens der vergangenen Tage in überraschend festem Zustand, auch wenn man im Ziel gezeichnet war durch Schlamm und Wasser

Attraktivität

6

Ein Großteil des Laufes führt durch den Wald, unterbrochen von kleineren Ortschaften, Attraktionen darf man hier nicht erwarten, hier läuft man einen Landschaftsmarathon

Schnelligkeit

6

Obwohl die Strecke wellig und zu gutem Teil auf Naturboden verläuft, die Tatsache, dass man 350 Höhenmeter bergab läuft und der zweite Abschnitt gleichmäßig abschüssig ist, läßt gute Zeiten zu.

Verpflegung

4

Wasser, Iso-Drinks und teilweise Bananen, damit erschöpft sich die Auswahl, im Ziel konnte man sich zudem mit Apfelstücken eindecken

Zuschauer

4

Das kühle Wetter und die dünne Besiedelung ließen keine großen Menschenmassen erwarten, dafür waren die Zuschauer überraschend hoch, vornehmlich in den Orten, welche zu durchlaufen waren.

Preise

8

Ein T-Shirt und eine (sehr ansprechende) Medaille für die Finisher gab es, dazu hatte man per Internet die Möglixchkeit, sich eine Urkunde auszudrucken

Internet-Seite

4

Über die Homepage des Naturpark Hochtaunus waren die Daten zum Marathon eher spärlich, wenig Infos zum Lauf, Fotos waren gar nicht zu finden.

Teilnehmer

8

Mit 900 Starter hatte man nie das Gefühl allein oder bedrängt zu sein, der Streckenverlauf machte auch das Überholen selten zum Problem

Gesamt

63

 

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