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Am Pfingstsonntag, den 11. Mai 2008 fand der 14. Prag International Marathon statt. Den Tag zuvor konnten am Messegelände die Startunterlagen und der Chip zur Zeitmessung abgeholt werden. Der Start war um 09.00 Uhr morgens, die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war im Startpreis inbegriffen, so dass ich von der Station Cerny Most per Metro ins Zentrum fuhr. Die Streckenführung wurde in den vergangenen Jahren wiederholt geändert, um die Attraktivität des Marathons zu erhöhen. Es handelt sich jedoch nicht um einen klassischen Rundkurs, es gibt zwei Wendepunkte und etwa 10 Kilometer der Strecke wurde doppelt (km 3-12 und km 33-42) durchlaufen. Der Streckenverlauf beinhaltet insgesamt zahlreiche Sehenswürdigkeiten der goldenen Stadt. Der Start erfolgt auf dem Altstädter Platz, dem zentralen Ort der Metropole. Hier wird auch einige Stunden später der Zieleinlauf erfolgen. Der blaue Himmel und die wärmenden Sonnenstrahlen um 9.00 Uhr ließen bereits vermuten, was die Läufer am heutigen Tag erwarten sollte, die Luft sollte sich im Laufe des Vormittages auf 25 °C erwärmen, und Wolken suchte man vergebens. Nach einigen Informationen auf Tschechisch, Deutsch, Italienisch und Englisch und Auszügen aus Friedrich Smetanas „Moldau“ erfolgt pünktlich um 09.00 Uhr der Start, 09.03 überquere auch ich de Startlinie. Zunächst geht es entlang der Prachtstraße Pariszka, anschließend vorbei am Rudolfinum, ehe man auf der Karlsbrücke die Moldau erstmals überquert. Anschließend geht es in nordöstlicher Richtung entlang der Moldau durch das Stadtviertel „Holesovice“. Hier reizen eher die Prachtbauten der gegenüberliegenden Moldauseite. Bei km 7 wechselt man wiederum die Seite über die Libensky Brücke, und läuft durch das Neubau- und Industrieviertel Kalin zurück in Richtung Zentrum. Die km-Markierungen 33 – 42 deuten darauf hin, dass man zu einem späteren Zeitpunkt wieder in dieser Gegend landet. Die Läufer durchlaufen wieder die Pariszka, diesmal in umgekehrter Richtung, über Altstädter Platz und Zeltnergasse durch das Tor des Pulverturms auf die Narodni Trida, an deren Ende wir mit Sicht aufs Nationaltheater auch wieder die Moldau erreichen. Nun sind 14 km durchlaufen. Nun geht es die Uferstraße entlang, stadtauswärts. Ab km 15 kommen uns auch Läufer entgegen (sind bereits bei km 25), die Spitze ist aber wohl schon durch. Nach einem 4 km langen Abstecher durch den weniger reizvollen Stadtteil Vysehrad (unterhalb der gleichnamigen Burg), wird der Weg entlang der Moldau fortgesetzt, auf dem wir bei km 22 auch drehen. Die Temperaturen haben spürbar angezogen, und auch der Sonnenstand lässt kaum schattige Stellen mehr zu. Einzig der meist von der Seite latent wehende Wind sorgt für ein wenig Kühlung. Meine Durchlaufzeit pendeln sich nach dem leicht verzögerten Start auf gleichmäßige Werte ein, eine Topzeit habe ich mir bei der Wettervorhersage eh nicht vorgenommen. Die 5km-Durchgangszeiten liegen bei 27:02 / 25:32 / 26:11 / 26:03 / 26:51 / 26:08 / 26:23 / 28:24. Bei km 22 wurde gedreht. Hier befand sich eine Tankstelle, deren Wächter sich Mangels Kundschaft in der Sonne bräunte, recht hatte er. 3 Kilometer ging es zurück, dann wurde über die Pahackeho Most die Moldauseite gewechselt, wieder Stadtauswärts gelaufen, wieder gewendet. Mittlerweile waren wir bei km 30, als letztmalig Läufer entgegen kamen (es waren jene bei km 26, welche nach der Moldauüberquerung auf die zweite Wendepunktestrecke einbogen). Hier war man zwischenzeitlich (hin und zurück) am Sitz der städtischen Brauerei „Staropramen“ vorbeigekommen, ein Schriftzug, den ich später noch einmal lesen sollte. Bei km 28 wurde ich vom Träger des 3:45h-Ballons eingeholt, der, so rechnete ich durch, gut im Soll lag. Sollte ich ihm folgen können, würde ich bei 3:42 (Netto) einlaufen, dazu musste ich allerdings zulegen. Zunächst gab es weitere Moldauüberquerungen, bei km 31 über die Legli Most und bei km 33 Manesuv Most , an der Karlsbrücke lief man diesmal nur vorbei. Hier erreichte man vertrautes Areal, die km-Markierungen 3 bis 12 waren aber zwischenzeitlich beseitigt. Der 3:45h – Ballon wurde allerdings immer kleiner, und um die Nettozeit von 3:45h zu halten, musste ich mich nun sputen. Dem größeren Teil der Mitläufer schien es aber noch schlechter zu gehen, als mir, diese konnte ich hinter mir lassen. Schließlich unterbot ich die 3:45h um 17 Sekunden, und da sah ich wieder das „Staropramen“ auf Aludosen und bediente mich. Duschmöglichkeiten gab es im Zentrum Naheliegenderweise nicht, also zunächst mal den Chip zurückgetauscht, einen Blick auf Figurengruppe der Astronomischen Uhr des Altstädter Rathauses geworfen, welche um 13:00 Uhr seine Runde drehte, die Stunden wurde vom Tod in Gestalt eines Skelettes geschlagen und dann machte ich mich auf dem Weg zurück zur Metro, durch das Dichte Gedränge von Marathonis und Touristen. Bei den Herren konnte sich der Kenianer Kenneth Mburu Mungara (vor 4 Landsleuten) mit 2:11:06 in die Siegerliste eintragen, bei den Damen konnte die Vorjahressiegerin Natalja Yulamanova in 2:31:43 ihren Erfolg wiederholen. Ich lief in 3:47:32 (netto 3:44:43) auf Rang 1152 ins Ziel ein. Insgesamt erreichten 3692 Teilnehmer das Ziel. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
8 |
50-90 Euro je nach Zeitpunkt der Registrierung, der Ablauf per Internet und vor Ort war reigungslos, die zusätzlich Bearbeitungs- und Bankgebühren von etwa 8 Euro empfinde ich als unangebracht, hinzu kommen 15 Euro Pfand für den Chip zur Zeitmessung |
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Organisation |
8 |
weitgehend tadellos, was Messe, Start oder Zieleinlauf betrifft, geringe Anzahl von Toiletten oder fehlende Duschen wäern unter Mängelliste zu verbuchen |
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Wegstrecke |
8 |
nicht immer einfach, wenn Kopfsteinpflaster oder Straßenbahnschienen die Läufer begleiteten, ansonsten alles asphaltiert und in gutem Zustand |
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Attraktivität |
7 |
Vieles ist besser geworden in den letzten Jahren, die Geographie laßt auch nicht zu, alle Sehenswürdigkeiten abzulaufen (Hradschin, St. Veit oder Vysehrad liegen auf Hügeln) immer noch ist ein guter Teil der Strecke wenig attraktiv |
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Schnelligkeit |
8 |
Die Strecke ist flach, zieht man die zahlreichen Brücken ab, die Wendepunkte oder Engstellen im Zentrum (z.B. auf der Karlsbrücke) sind da zu vernachlässigen |
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Verpflegung |
8 |
zahlreiche Verpflegungsstellen, mit Schwämmen, Wasser, Iso-Drinks, später auch Bananen, Orangen und Zucker, die Läufer waren fast zu stark umsorgt, aber das alkoholfreie Bier ließen sich viele im Ziel schmecken |
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Zuschauer |
5 |
Oft war es ruhig, das Marathon Music Festival sorgte aber für reichlich Musik, die touristische Prägung der Stadt war aber gearde durch die Menschen am Rand der Strecke allgegenwärtig |
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Preise |
7 |
Elegantes Adidas-Funktionsshirt, Finisher-Medaille, Pasta-Party und kostenlose Metro- Benutzung war dem Startgeld angemessen |
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Internet-Seite |
7 |
zahlreiche Informationen von verschiedenen Veranstaltungen gehen auf Kosten der Übersicht, auch Neuigkeiten könnte man häufiger einbauen, dafür aber die Grundinformation in zahlreichen Sprachen |
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Teilnehmer |
7 |
Am Anfang war es schon recht voll, gerade wenn es durch die engenen Gassen der Altstadt ging, später war die Anzahl der Starter aber kein Problem mehr, zumal die Marathonläufer unter sich waren |
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Gesamt |
73 |
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Axel Vehreschild