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Zum 27.07.2008 stand der „Königsschlösser Romantik Marathon“ mit Start in Füssen an. Obgleich es sich um die 8. Ausgabe dieser Veranstaltung handelte, war doch einiges neu. Neben dem neuen Namen (die Bezeichnung „König Ludwig“ ist mittlerweile lizenzrechtlich geschützt), wird die Zeitrechnung seit 2008 mittels Championchip durchgeführt. Der Start war früh um 7.30 Uhr an der Morisse in unmittelbarer Nähe des Hohen Schlosses der Stadt, die Sonne versteckte sich noch hinter Wolken. Den Startschuss gab König Ludwig II. persönlich, 900 Teilnehmer machten sich auf den Weg durch das Gebiet des Märchenkönigs. Zunächst ging es durch die Füssener Innenstadt, ehe man auf die Landstraße Richtung Hopfen am See abbog, um schließlich einmal komplett den gleichnamigen See zu umrunden. Da ich recht weit hinten startete, konnte ich unterwegs zunächst den Pacemaker für die Zielzeiten von 4:00 Stunden und 3:45 Stunden überholen. Auch gab es erste musikalische Impressionen durch 3 Alphornbläser nahe des Sees. Die Bewölkung hielt sich, und die umgebenden Berge wurden zunehmend von Wolken umhüllt, was uns Läufern nicht unrecht war. Nach 15 km hatte man den Hopfensee komplett umrundet und war wieder auf der Landstraße angekommen zurück in Richtung Füssen. Hier ging es vorbei am Festspielhaus auf einem Radwanderweg in Richtung Foggensee, ein Stausee. Zunächst wurde die Lech überquert, ehe man unmittelbar hinter der Staustufe die Halbmarathon-Kontrolle überlief. Die Wolken lichten sich so langsam, und es zeigte sich immer häufiger die Sonne. Der Foggensee wurde nicht komplett umrundet, nachdem die Kinder am Campingplatz „abgeklatscht“ hatte, verließ man das Gewässer wieder in Richtung Schwangau, vorbei an der Wallfahrtskirche St. Coloman. Die Strecke ist, für das Allgäu unerwartet, nahezu komplett flach, und auch der Wind störte zumindest am heutigen Tag nicht. Die 5 km Durchlaufzeiten waren aus diesem Grund auch recht konstant, bei 25:35 / 25:54 / 26:34 (Pinkelpause) / 26:08 / 26:16 / 26:06 / 26:56 / 26:24, wobei ich den Eindruck hatte, dass nicht jede km-Markierung genau passte. Eine Überraschung gab es noch in der Unterführung nahe Schwangau, diese war nämlich mit Wasser vollgelaufen, und versorgte alle Läufer mit nassen Füßen. Die Traumschlösser der bayerischen Könige, Neuschwanstein und Hohenschwangau rückten indes immer mehr in Blickfeld. Man kam den Schlossanlagen aus dem 19. Jahrhundert bis etwa 2 Kilometer heran, ehe man auf einem Wiesenweg rechtsseitig abbog. Hier bog man nun in den Wald ab, und der Lauf entwickelte sich die kommenden 5 Kilometern vollends zum Landschaftsmarathon. Nun galt es noch, den dritten See, den Schwansee über eine Länge von 2 Kilometern zu umrunden, begleitet nochmals von den Alphornbläsern. Die Läufer waren Füssen wieder nah, die Lech wurde wieder überquert, doch auf kürzestem Weg ging s nicht zum Ziel. Zunächst an der Lech entlang, lief man nun durch einen Felsdurchbruch in Richtung Faulenbacher Tal. Hier wurde die Strecke über die letzten 3.000 Meter noch einmal anspruchsvoll, mit zahlreichen Wellen und insgesamt etwa 30 Höhemetern, welche es zu überwinden gab. Am Wendepunkt angelangt, ging es dann endlich Richtung Zieleinlauf. Die Sonne zeigte sich weiterhin nur zeitweise, somit waren die Temperaturen zumindest bei meinem Zieleinlauf (3:41:19) noch immer erträglich, insgesamt ideales Läufer-Wetter, zumal wir auch komplett trocken blieben. Bei den Herren siegte Marco Diehl in 3:35:11, die Gewinnerin bei den Frauen hieß Regina Blatz in 3:11:10. Insgesamt erreichten 778 Läufer das Ziel des Marathons, was einen Zuwachs von 50% zum Vorjahr bedeutete. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
8 |
Die Anmeldegebühr lag zwischen 37 und 44 Euro, Überweisung und Abholung der Startunterlagen funktionierte einwandfrei |
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Organisation |
9 |
der hohe Einsatz an Streckenposten machte sich positiv bemerkbar, die Läufer waren während der gesamten Veranstaltung gut aufgehoben, lediglich die km-ANgaben stimmten nicht immer |
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Wegstrecke |
6 |
50% Asphalt, der Rest waren Wald- und Wirtschaftswege, meist in guten Zustand, obgleich der Vortag ziemlich nass war |
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Attraktivität |
6 |
Der Lauf geht eindeutig als Landschaftsmarathon durch, das Highlight sind sicherlich die Märchenschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, doch auch die Seeumrundungen haben ihren Reiz, genau wie das Alpenpanorama, von Füssen selbst gibt es jedoch wenig zu sehen und die Abschnitte durch den Wald sind auch einseitig. |
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Schnelligkeit |
6 |
Zwar ist der Marathon weitgehend flach, doch die weitgehend naturbelassene Strecke kostet leztendlich doch Kraft und Zeit, und der Anstieg kurz vor dem Ziel tut sein übriges. |
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Verpflegung |
7 |
Die Verpflegungsstellen war sehr regelmäßig alle 5 km, mit Wasser, Isodrinks und später auch Bananen und Apfel. Im Ziel konnte man sich mit Erdinger alkoholfrei wieder aufpäppeln. |
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Zuschauer |
2 |
Man war unter sich, es gab keine Sammelpunkte, keine Orte zum Durchlaufen, keine musizierende Bands, die Zuschauer waren meist zufällig an der Strecke und eher neugierig als enthusiastisch, über weite Strecken war man mit der Natur allein. |
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Preise |
7 |
Pasta Party, dazu 1 Funktions-Shirt (bei der Freitagsanmeldung sogar 2, eins mit und eins ohne Aufdruck) und im Ziel die verdiente Finisher-Medaille, war OK. |
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Internet-Seite |
5 |
Die Internet-Seite vermittelt wenig vom Reiz des Marathons, auch die Streckengrafik ist gewöhnungsbedürtig, ohne die Verweise auf externe Seiten (Bilderdienst, Ergebnisliste, Laufberichte) wäre dei Informationsgehalt noch geringer |
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Teilnehmer |
8 |
780 Finisher hatte der Marathon 2008 zu bieten, und der Start durch Füssen bot Platz genug für alle, zumal die Einführung des Chip-Systems auch möglich machte, die Nettozeit zu nehmen |
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Gesamt |
64 |
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Axel Vehreschild