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Echternach Marathon
19.10.2008

Echternach-Logo

Luxemburg

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Am. 19.10. fand zum 28. Mal der Echternach Marathon statt. Die Strecke verläuft zu großen Teilen entlang der Sauer, einem 170km langem Nebenfluss der Mosel. In diesem Gebiet gilt der Fluss auch als Staatgrenze zwischen Luxemburg und Deutschland. Die Anfahrt am frühen Morgen offenbarte, was einem zu der Veranstaltung erwarten konnte. Teilweise schaute die Sonne bei blauem Himmel hervor, anderenorts fuhr man durch dichten Nebel, bei Temperaturen, nicht weit vom Nullpunkt entfernt. Und letzteres herrschte zunächst auch in Echternach.

Der beliebteste Aufenthaltspunkt vor dem Start war das Triforium, die hiesige Kulturhalle. Hier konnte man die Startunterlagen entgegen nehmen, sich umziehen, seine Tasche deponieren, und vor allem sich warm halten. Erst als der Starter mit der Signalpfeife zur Eile mahnte, machten sich der Großteil der Teilnehmer auf den Weg nach draußen zur Startlinie. Handschuhe waren Pflicht, ansonsten fiel die Kleidungswahl recht unterschiedlich aus, ich entschied mich in Anbetracht der sonnigen Wettervorhersage für kurze Hose und Funktions-Shirt.

Zunächst ging es um den Echternacher See, einem hiesigen Naturschutzgebiet. Die Umgebung ließ sich aufgrund des noch dichten Nebels zunächst jedoch nur erahnen. Bei km 7 erreichten wir die Landstraße Richtung Steinheim, entlang der Sauer. Hier wurde bei km 11 gedreht, zurück nach Echternach. Dieser Wendepunkt-Abschnitt ermöglichte es den Läufern, sowohl die Spitze des Marathonfeldes, als auch den Besenwagen zu begutachten. Die km-Schilder 38 & 39 zeigten auch, dass wir diesen Streckenabschnitt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals begehen werden. Hier zeigte sich immer wieder die Sonne, doch der Nebel behielt noch die Oberhand.

Mein erster Streckenabschnitt war von mehreren Zwangspausen begleitet. Bei km 4 musste ich den Schnürsenkel meines rechten Laufschuhe neu binden. Bei km 9 machte sich die Blase nach dem Konsum eines ¾ Liters Apfelschorle bemerkbar und bei km 13 musste ich wiederholt den Schnürsenkel befestigen. Den Rest der Strecke konnte ich allerdings durchlaufen. Meine 5 km Durchgangszeiten sahen zunächst wie folgt aus: 25:01 (erstes Binden des Schnürsenkel) 25:00 / (inklusive Austreten) / 25:25 (Zweites Binden des Schnürsenkel) / 24:46 (ohne Unterbrechung)

Nachdem wir an Echternach entlang der Sauer vorbeigelaufen waren ging es flussnah durch bewaldetes Gebiet zunächst über Radwege, später entlang der gesperrten Landstraße über Weilerbach nach Bollendorf-Pont. Als besonderen Service maßen die Radaranlagen die Geschwindigkeit der Läufer, welche bei meiner Gruppe zwischen 12 und 13 km/h lag. Kurz vor Bollendorf-Pont war Halbzeit. Auf der gegenüberliegenden Flussseite waren die Läufer zu beobachten, welche einige Minuten vor mir lagen

Im Ort überquerte man die Sauer und erreichte mit Bollendorf deutsches Hoheitsgebiet. Wir wurden bei Volksfeststimmung mit dem Schlager „Rote Lippen soll man Küssen“ begrüßt. Vorbei an Burg Bollendorf und Schloss Weilerbach wurde die Strecke etwas welliger, dafür hatte die Sonne mittlerweile den Nebel verdrängt, und das Wetter war perfekt zum Laufen und die Entscheidung für kurze Klamotten empfand ich als richtig, obwohl ich schon zu Anfang des Rennens fror.

Ich hängte mich an zwei Teilnehmer vom Lauftreff Schwaich, welche ein zügiges, konstantes Tempo liefen. Mal schauen, wie lang ich folgen konnte. Zwischenzeitig überholte uns ein Dutzend Mottoradfahrer aus den Niederlanden, diese schienen nicht zum Organisationskomitee zu gehören. Aber schon einige Kilometer rundeten wir uns zurück, da die motorisierten Kollegen durch einen Polizisten aufgehalten wurden, und wohl nun bis zum letzten Teilnehmer abwarten mussten.

Bei km 34 überquerten wir abermals die Sauer und gelangten zurück nach Luxemburg. Hier ging es zunächst einen knappen Kilometer weg von Echternach, ehe man wendete und auf jener schon bekannten Landstraße sich langsam dem Ziel näherte. Mein Befinden war so gut, dass ich es wagte die beiden Kollegen vom Lauftreff zu überholen. Und siehe da, bis km 40 konnte ich das Tempo halte, wie die 5km Zeiten (ab km 20) auch zeigten: 25:01 / 24:48 / 25:04 / 25:13. Erst die letzten beiden Kilometer verlor ich doch noch eine halbe Minute, womit der 5:00 Minuten Schnitt pro Kilometer nicht zu halten war (vielleicht hätte es ohne die 3 Pausen zu Anfang gereicht).

Gesamtsieger wurde der Pole Przemyslaw Rojewski in 2:22:12, 10 Minuten vor seinem Landsmann Rafal Gnila. Bester Einheimischer, und somit Luxemburger Meister wurde Chris Krombach in 2:33:08. Bei den Damen holten sich den Sieg Marie-Christine Parisis aus Belgien in 3:20:20. Ich erreichte in 3:31:48 als 136. das Ziel, insgesamt kamen 326 Marathon-Teilnehmer in die Wertung

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

8

Anmeldung bequem per Internet (37 Euro) machbar, Abholung der Unterlagen war am Veranstaltungstag ohne Verzögerungen im Triforium möglich

Organisation

10

Hier spiegelt sich die langjährige Erfahrung aus 28 Marathons wieder, von der Gepäck- Aufbewahrung über Streckenbetreuung bis zum Zieleinlauf und Duschen lief als ohne Beanstandungen.

Wegstrecke

9

Alles Asphalt mit Ausnahme der STrecke durch Echternach, hier befanden sich teilweise grobe Pflastersteine, aber Grüßtils liefs entlang von Landstraßen in einwandfreiem Zustand

Attraktivität

3

Die Organisatoren selbst bezeichnen ihre Veranstaltung als “Landschaftsmarathon”, und etwas anderes als Wald und Wiese (unterbrochen von einzelnen Ortschaften) sollte man nicht erwarten, hinzu kommt der Reiz des Staatenübergreifenden Laufes

Schnelligkeit

8

Lediglich auf deutschr Seite gibt es einige Wellen mit insgesamt etwa 60 Höhenmeter, ansonten handelt es sich um eine flache, im Grunde windgeschütze Strecke, auf der man Besteiten angehen kann.

Verpflegung

8

Regelmäßig sauber alle 5km gabs Erfrischungen (Wasser, Iso, Tee) und auch festes (Bananen), im Ziel dann zusätzliche Stärkung en, als Besonderheit “weihnachtlicher Christstollen”

Zuschauer

2

die Charakteristik der Strecke ließ Erwarten, dass es während des Marathons ruhig zu geht, und lediglich in Bollendorf (auf deutscher Seite) und im luxemburgischen Echternach war etwas Stimmung.

Preise

5

Mit einer sehr ansprechenden Medaille, sowie zur Auswahl eine Handtuch oder einem T-Shirt wurde man standardmäßig bedient.

Internet-Seite

4

Hier sind noch Möglichkeiten zum Ausbau, sowohl auf inhaltlichem als auch optischem Gebiet. Lediglich die grundsätzlichen Informationen sind aufgeführt, ein Eindruck der Charakteristik und Erfahrung des Marathons wird nicht vermittelt.

Teilnehmer

8

Mit 400 Marathonläufern, einigen Staffeln und zunächst auch den Meilenläufern ist der Lauf gut bestückt. Gedränge gab es während des Rennens nicht.

Gesamt

65

 

Echter-Strecke

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