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Einstein-Marathon
Ulm 16.09.2007

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Deutschland

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Mein erstes Erfolgerlebnis für den Ulm Marathon hatte ich bereits bei der Auswahl der Wunsch-Startnummer. Während die gängigen Geburtsjahre aktiver Teilnehmer bereits vergeben waren, konnte ich mir das Geburtsjahr des Namensgebers sichern, somit startete ich mit..... richtig – der Nummer 1879, Einsteins Geburtsjahr.

Gestartet wurde am 16.September morgens 9.00 Uhr am Messegelände nahe der Donauhalle gemeinsam mit den Halbmarathon-Läufern, somit begaben sich am Morgen bei ca. 15 °C und wolkenlosem Himmel etwa 5000 Läufer auf die Strecke, davon knapp 1000 Marathon-Läufer.

Zunächst wurde auf der Thalfinger Uferstraße an der Donau entlang bayrisches Gebiet erreicht. Begleitet von musizierenden Schiffsbesatzungen überquerte man nach 4 km die Donau und lief auf der anderen Uferseite über Pfuhl, Striebelhof und Offenhausen Richtung Neu-Ulm. Außer einem kurzen „Austret-Stopp“ gab es für mich und auch den meisten anderen Läufer wenig spektakuläres zu berichten. Die ersten 10km bewältigte ich in 51:30 Minuten.

Der Turm des Ulmer Münsters, mit 161m der höchste Kirchturm der Welt rückte wieder näher. Ab km 13 erreichte man Ulmer Stadtgebiet. Die Strecke führte über die Herdbrücke auf Württembergisches Gebiet, anschließend über Kopfsteinpflaster um das reich bemalte Rathaus herum, durch das Fischerviertel und zurück über die Herdbrücke nach Bayern (Neu-Ulm). Dies war, vom Ziel abgesehen, der geschäftigste und attraktivste Teil der Strecke.

Kurz vor km 17 trennten sich die Marathonis von dem 21.1-km Läufern, die wieder ins Zentrum zogen. Wir liefen entlang der bayrischen Donauseite und anschließend an der Iller entlang Richtung Wiblingen. Hier wurde es nun arg still und naturnah. Meine nächsten 10km lief ich in 50:53 Minuten.

Nächstes Highlight war das Kloster Wiblingen, welches bei km 22 einmal umrundet wurde. Über Donautal, Grimmelfingen und Kuhberg ging es nun auf Württemberger Seite zurück nach Ulm, wieder näherte man sich langsam dem Ulmer Münster, vorbei an Heizkraftwerken und Industriegebieten. Für den dritten Abschnitt benötigte ich 51:23 Minuten für 10km.

Nun wurden Teile der Stadtmauer, Donauturm und Schweinmarkt abgelaufen, ehe man sich entlang der Blau wieder dem Ulmer Zentrum entfernte. In diesem Gebiet vielen die Zahlreiche Nordic Walker (auf Halbmarathon-Strecke unterwegs) auf. Über Rad- und Spazierwegen liefen die Marathonläufer in Richtung Söflingen, ehe man am Roten Berg (auch hier war es vollkommen flach) auf die andere Blau-Site wendete.

Die Spazierwege waren recht schwer, weshalb ein Überholen mitunter schwierig war, zumal sämtliche in meiner Nähe laufenden Damen mit Fahrradbegleitung unterwegs waren. Und doch gelang es mir, die schwächelnden Damen hinter mir zu lassen (meist ist es umgekehrt, doch an diesem Tag fühlte ich mich richtig gut).

Eine Kuriosität war der Durchgang mitten durch das Kino (wohl um Stufen zu sparen), hier war man dem Ziel nicht mehr fern. Für die 10 km bis zur 40er Markierung benötigte ich 51:04 Minuten, und nun konnte man noch die verbleibenden Reserven mobilisieren. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern rund um den Münsterplatz und meinem Arbeitskollegen, der nach erfolgreich abgeschlossenem Halbmarathon schon wieder recht fit aussah, konnte man die verbleibenden 2 km in Angriff nehmen.

Zielankunft war auf dem Ulmer Münsterplatz, direkt vor der Welt höchstem Kirchturm. Das anschließend präsentierte kalte Büfett war reichhaltig (Nüsse, Trockenfrüchte, Obst, Brötchen und vieles mehr). Für die Strecke benötigte ich 3:35:33 Stunden, und landete damit auf Rang 227 von 705 ins Ziel einlaufenden Herren. Schnellster Mann war Slavic Prychodko in 2:24:53. Bei den Damen siegt Beate Roth aus Ulm in 2:52:20 vor weiteren 103 Frauen.

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

7

Bis Juli 40 Euro, Anmeldung und Bezahlung per Internet möglich, Benachrichtigung prt eMail Abholung der Unterlagen vor Ort ohne Wartezeiten

Organisation

8

Start, Absperrungen, Verpflegungsstationen, km-Markierungen, Urkundendruck oder Bustransfer war ideal. Toiletten waren knapp, Startzonen-Einteilung unübersichtlich

Wegstrecke

7

Der Bodenbelag war nicht immer ideal, Einige Kilometer Waldpfad, teilweise recht tief, dazu die engkurvige, kopfstein-gpflasterte Strecke durch die City. Über weite Strecken lief man allerdings gerade Strecke über Asphalt.

Attraktivität

7

Start am Messezentrum, zwischen km 13-17 sowie km 22-23 und im Ziel mehr oder weniger durch die Ulmer Innenstadt, dazu bei km 32 um das Wiblinger Kloster, dazu über weite Strecken naturnah entlang von Donau und Iller, ein abwechslungsreicher Marathon.

Schnelligkeit

8

Die Strecke ist absolut flach und bestzeitenfähig, manche Wendepunkte und scharfe Kurven, sowie auch die unterschiedlichen Straßen- und Wegbeläge bleiben aber zu berücksichtigen.

Verpflegung

5

Die Frequenz der Verprflegungsstätten ist beeindruckend, hier musste man tatsächlich überlegen, welche man wählte, allerdings über weite Strecken nur Wasser und Iso, und dies nicht einmal gekennzeichnet, sondern alle in roten Bechern des Hauptsponsors

Zuschauer

6

In der Ulmer City war richtig viel los, und auch die zahlreichen Bands (teilweise auf Donau-Schiffen unterwegs) sorgten für Stimmung, aber auf 80% der Strecke durch Wald und Wiese war man doch allein.

Preise

3

Eine kleine Medaille, Urkunde und T-Shirt, allerdings war der Aufpreis von 14 Euro für ein Funktions-Shirt eine Frechheit, da man gleiches ebenfalls für 14 Euro während der Laufmesse erwerben konnte.

Internet-Seite

10

Sehr übersichtlich und bedienungsfreundlich, optisch ansprechend und mit Newsletter-Funktion, welche die wichtigsten Informationen mitteilt, Herzlichen Glückwunsch !

Teilnehmer

8

Die breite und langezogene Strecke von der Messe bis Neu-Ulm machte den Start von Marathon- und Halbmarathonläufern zu einer angenehmen Angelegenheit, bei 700 Marathonis war man auch in der zweiten Hälfte nicht allein, die NordicWalker im zweiten Abschnitt behinderten doch teilweise auf den engen Abschnitten in der Innenstadt und an der Blau..

Gesamt

69

 

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