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Donautal
Marathon
17.06. 2007

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Deutschland

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Am 18. Juni fand die zweite Auflage des Donautal Marathons statt, der flussaufwärts entlang der Rad- & Wanderwege von Hausen im Tal bis nach Tuttlingen verlief. Um 6.45 Uhr wurden die Teilnehmer per Zug vom Tuttlinger Hauptbahnhof nach Hausen gekarrt. Von der Schönheit der Landschaft war noch wenig zu sehen, da die Erhebungen noch weitgehend wolkenverhangen waren. Dies sollte sich aber zum Lauf noch ändern.

Mir passierte das Missgeschick, zwei unterschiedliche Schuhe einzupacken (farblich gleich bei zwei verschiedenen Marken), da konnte schon von Glück sprechen, dass zumindest 1 Rechter und 1 Linker dabei waren und auch 1 Chip befestigt waren. Zum Start durfte jeder Marathon-Teilnehmer einen Ballon fliegen lassen, dann ging es auf einen recht engen Feldweg direkt an der Donau, zunächst flussabwärts, bevor man nach Donau-Überquerung auf der gegenüberliegenden Seite sich in Richtung Ziel begeben konnte, wobei den Läufern noch 40 km bevorstanden.

Überraschenderweise konnte ich zunächst mit dem 3:30 h – Zielläufer mithalten (obgleich ich km-Zeiten von 5:10 bis 5:30 lief) und bis km 10 lag ich gar vor dem Teilnehmer mit den gelben Luftballons, ehe dieser dann doch anzog. Auffällig war schon, dass die km-Durchgangszeiten je nach Streckenprofil bei mir zwischen 5:00 und 5:40 variierten.

Erstes Highlight war das Schloss Werenwag auf einem Felsen hoch über der Donau. Zu Anfang führt die Strecke vornehmlich durch bewaldetes Gebiet oder Naturpfade, teilweise asphaltiert, oftmals auch naturbelassen. Erste intensivere Zeichen von Zivilisation erlebte man dann beim Ortdurchgang durch Beuron bei km 14. Hier konnte man die außergewöhnliche Gelegenheit nutzen, sich von einem urigen Priester die Erfrischung reichen zu lassen, wovon nicht nur bei mir Gebrauch gemacht wurde.

Nun zeigte sich das Donautal mit seinen hervorspringenden Felsen von seiner charakteristischen Seite. Wiederholt wurde die Donau überquert. Nachdem die Läufer Beuron hinter sich gelassen hatten, wurden Sie von einem Alphorn-Bläser hoch über dem Tal begleitet. Unterhalb der Ruine Kallenberg war Halbzeit der Marathonstrecke. Mittlerweile machte sich die Sonne immer deutlicher bemerkbar, und die bewaldeten Gebiete, welche man durchlaufen konnte, nahmen ab.

Bei km 24 erreichte man mit Fridingen die nächste Ortschaft. Die Stimmung in den Orten, welche nun auch zahlreicher wurde, war enorm, so wechselten sich naturnahe Einsamkeit und Volksfeststimmung immer wieder ab. Bis zum km 30 konnte man wiederum naturnah laufen, ehe durch Mühlheim und Stetten gelaufen wurde, noch mal Naturpfad und weiter durch Nendingen.

Nun noch einige Kilometer leicht bergab durch das baumfreie Tal vor Tuttlingen bei leichtem Gegenwind und doch deutlich heizender Sonne, ehe man den Zielort erreichte. Nun waren es immerhin noch 3km bis zur Ziellinie, durch Industriegebiet und Parkanlagen, bevor man sich die wohlverdiente Medaille umhängen konnte.

Den Zieldurchlauf erlebte ich bei 3:54:11, mein debütierender Ex-Berufskollege Andre aus Nendingen, der in seinem Wohnort noch zeitgleich mit mir seine Familie abklatschen konnte, befand sich noch 10 Minuten länger auf der Strecke. Der Sieger Gerhard Schneble aus Gailingen war da mit 2:36:45 bereits 90 Minuten im Ziel. Bei den Damen gewann Barbara Dieterle aus Konstanz in 3:14:49.

Nachdem den Flüssigkeits- und Kohlenhydratspeicher zielnah wieder auffüllen konnte mit Wassermelonen, Äpfeln, Bananen, Orangen und Kuchen bot sich allen Teilnehmern die Möglichkeit, im angrenzenden Erlebnisbad TuWass sich zu entspannen und den strapazierten Muskeln und Gelenken Gutes zu tun. Also zog ich mein unterschiedliches Paar Laufschuhe aus, und bewegte mich ins angenehm warme Nass.

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

7

Die Gebühr betrug im April 30 Euro bequem per Internet möglich, Bestätigung der Anmeldung in Form der Teilnehmerliste zeitnah zur Veranstaltung

Organisation

10

Bustransfer, Start, Abriegelung der Strecke, Verpflegung während und nach dem Lauf, da gab es nichts zu monieren

Wegstrecke

4

Etwa 30% war nicht asphaltiert, allerdings trotz des feuchten Wetters der vergangenen Tage in gutem Zustand. Einige Pfützen und Gröberer Schotter (zwischen Stetten und Nendingen) war aber auch dabei

Attraktivität

5

Der Marathon ist stark naturverbunden, dadurch dass er weitgehend durch das idyllische Donautal über Wald- und Radwege verläuft. Die Orte, welche durchlaufen werden, haben da weniger zu bieten.

Schnelligkeit

4

 Weder Streckenprofil (viele kleine Steigungen), noch der Laufuntergrund (knapp 1/3 nicht asphaltierte) machen den Marathon bestzeitenfähig.

Verpflegung

6

Wasser, Iso, Cola, dazu Bananen und zahlreiche Abkühlungen, war in Ordnung. Die Frequenzen betrugen zu Anfang 5 km, später verringerten sich die Abstand, an einer Kennzeichnung der Getränke mangelte es.

Zuschauer

4

wenn Zuschauer da waren (meist ind en Orten), haben diese auch lautstark auf sich aufmerksam gemacht. Ansonsten traf man meist auf aufmunternde Wanderer, oder war in der Regel allein mit der Natur, Musikalische Begleitung war auchg eher selten

Preise

8

Funktionsshirt, Medaille und Besuch des Erlebnisbades, war Peis-Leistungs-Angebot stimmte

Internet-Seite

4

Informationen ließen sich nur downloaden, lediglich über den Newsletter ließen sich aktuelle Mitteilungen abrufen, nach dem Laufen ließen sich zahlreiche Fotos anschauen, welche aber nicht den Charakter des Laufes unbedingt wiedergaben

Teilnehmer

4

260 Läufer erreichten das Ziel des Marathons, alle anderen Veranstaltungen fanden zeitlich getrennt statt, so dass man teilweise allein unterwegs war, zu Anfang des Rennens aber gefahr lief, aufgrund der engen Wege aufgehalten zu werden.

Gesamt

56

 

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