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Dijkenloop
Beneden-Leeuwen
02.09. 2007

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Niederlande

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Am 02. September 2007 fand zum 8. Mal der Maas & Waalse Dijkenloop statt. Bei den Flüssen Maas & Waal handelt es sich um die niederländische Benennung des Rheins. Der Marathon führt auf den Deichen der Maas von Altforst über Appeltern, Maasbommel und Alphen. Bei Dreumel vereinigen sich die beiden Flussarme von Maas und Waal. Die Strecke verläuft dann weiter auf dem Waal-Deich über Wamel, Boven-Leeuwen bis zum Ziel in Beneden-Leeuwen.

Nachdem die Anfahrt mit eingeschalteten Scheibenwischern erfolgte, setzte der Regen mit dem Gang zur Anmeldung aus, und sollte auch während der Veranstaltung nicht mehr zurückkehren. Zunächst ging es per Bus in 10 Minuten vom späteren Zielort Beneden-Leeuwen zum Start nach Altforst. Günstigerweise waren die Startpunkte der unterschiedlichen Laufstrecke (Marathon, Halbmarathon und 10km) an verschiedenen Orten, lediglich den Zieldurchlauf hatten alle gemeinsam. Somit waren die Anzahl der Starter in Altforst überschaubar (etwa 100), lediglich die Marathon-Einzel- und Staffelläufer fanden sich hier ein. Auffällig war die hohe Zahl der radelnden Begleiter, im Radler-Land Niederlande bei einem ausgewiesenen Fahrradroute aber wohl keine Überraschung.

Unmittelbar nach dem Start wurde allen bewusst, was während des Marathons zu erwarten war, denn uns blies zunächst kräftig der Wind ins Gesicht. Zunächst wurde eine Schleife um Appeltern gelaufen. Hier gab es vornehmlich Rückenwind und somit gute km-Zeiten, bevor man dann in den „Windkanal“ geschickt wurde. Nach 9 km kam man wieder nahe Altforst vorbei. Nun ging es weiter neben der Maas, vorbei an den ausgedehnten Yachtanlagen von Maasbommel und der Windmühle von Alphen.

Der Wind blies einem mehr oder weniger stark entgegen. Der Glaube, das alles, was einem aktuell ins Gesicht gepustet wurde, später auch in den Rücken drücken musste, motivierte einen, dagegen zu halten. Einen Staffelläufer mit Fahrradbegleitung nutze ich dazu, etwas Windschatten zu erhalten, obgleich das Tempo des Kollegen eigentlich etwas zu schnell war.

Ab km 26 wurden die Windverhältnisse besser. Hier in Deumel startete auch der Halbmarathon, allerdings waren die Läufer schon gut 30 Minuten auf der Strecke, als ich dort ankam. Die Kollegen hatten nicht mit Gegenwind zu kämpfen. Man befand sich nun auf Waal-Seite, was sich auch an der geänderten Schifffahrt bemerkbar machte. Während man auf der Maas vornehmlich Yachten und Segelschiffe sah, waren es nun Container-Schiffe.

Mit nachlassendem Wind sank auch allmählich meine Kraft. Die verlorene Zeit ließ sich so nicht gut machen. Die zunehmende Erschöpfung gipfelte unmittelbar unter der Prinz Willem Alexander Brücke der N323 (bei km 35) in einem Wadenkrampf. Nach ein Paar Minuten Pause, unter Betreuung von zwei radelnden Streckenposten, ging es aber wieder weiter, mit der vorrangigen Devise, unbeschadet im Ziel anzukommen.

Schließlich traf ich nach 3:49:37 im Zentrum von Beneden-Leeuwen unter einem historischen, 157 Jahre altem Baum (auch in der Medaille verewigt, welche alle nach dem Zieleinlauf umgehangen bekamen), ein. Der Sieger, Lucien Taelmans schaffte die Strecke in 2:52:53, bei den Frauen kam Marion Van De Veerdonck in 3:26:33 als erste ins Ziel.

Axel Vehreschild

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

10

Mit 10,50 Euro konkurrenzlos, ANmeldung per Internet möglich, Bezahlung (als Ausländer) vor Ort möglich, ohne Wartezeiten

Organisation

9

Bustransfer, Start, Abriegelung der Strecke und fahradbegleitende Betreuuung war einwandfrei, Versorgung im Ziel und Parkplatzbeschilderung war nicht ideal.

Wegstrecke

10

Alles gepflastert oder asphaltiert und zudem in einwandfreiem Zustand

Attraktivität

5

Entlang von Waal und Maas hält sich die Abwechslung in Grenzen, insgesamt gibt die Strecke die Caharakteristik dieser Gegend wieder. Obgleich der Marathon komplett asphaltiert ist, geht er als Landschafttslauf durch.

Schnelligkeit

6

 Vom Streckenprofil könnte der Marathon bestzeiten ermöglichen, er ist (selbstverständlich) komplett flach, doch die große Unbekannte ist der Wind, der hier allzeit präsent ist.

Verpflegung

3

Wasser, Iso und Bananen, dazu nasse Schwämme, damit wurden die Mininmal-ANforderungen an einen Marathon erfüllt.

Zuschauer

2

Die gesamte Region West Mass & Waal besitzt 16.000 Einwohner, da waren keine Besuchermassen zu erwarten. Er war allzu ruhig (neugierige Zuschauer abgesehen), jedoch eine handvoll Combos begleitete die Strecke

Preise

5

Finisher-Medaille, mehr konnte man bei dieser Startgebühr aber auch nicht erwarten

Internet-Seite

6

Die wichtigsten Informationen waren verfügbar (auf niederländisch) und auch ein Newsletter wurde angeboten; Mehr News und aktuelle Fotos vom Rennen wären wünschenswert gewesen.

Teilnehmer

3

Mit 75 Marathon-Finishern und einigen Staffeln gab es zu keiner Zeit Gedränge und nur selten Überholmanöver. Man war bei solchen Teilnehmermassen weitgehend allein auf der Strecke unterwegs.

Gesamt

53

 

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