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Im Mai fiel die Entscheidung meines Laufvereins TK Marathon Ptuj, ein Fahrt zum Berlin-Marathon zu organisieren, Deutschlands größter Marathon-Veranstaltung. Also ging es am 22. September los nach Berlin. Abends haben wir noch schnell im Messe-Zentrum die Startunterlagen abgeholt, und anschließend die Bus-Linie ausgekundschaftet, welche uns von der Herberge zum Start bringen sollte, und am Sonntag aufgrund des Marathons natürlich nicht fuhr. Samstag blieb dann etwas Zeit zum Sightseeing und zur Verfolgung des Skater-Marathons. Die erste große Herausforderung war der Weg zum vorgesehenen Startblock (Start war um 9.00 Uhr). Nachdem der Linienbus nicht fuhr, legten wir den 3km-Weg zum Reichstag zu Fuß zurück, um 8.00 Uhr erreichten wir den Teilnehmer-Bereich (abgeschottet von den Zuschauern und Begleitern), um 8.20 Uhr hatte ich mich zu meinem Taschen-Abgabe-LKW durchgearbeitet, um 8.30 Uhr den Toiletten-Gang erfolgreich absolviert und anschließend auf den Weg zum Startblock (E) gemacht, den ich jedoch nicht rechtzeitig erreichen sollte, obgleich der Start erst ca. 9:07 erfolgen sollte. Da merkt man schon die Dimensionen eines 33000 Teilnehmer umfassenden Marathons. Schließlich waren alle auf der Strecke, zunächst auf der breiten „Straße des 17.Juni, im Halbkreis um die Siegessäule. Stau herrschte nicht, aufpassen musste man aber schon, nicht mit anderen Läufern zu kollidieren. Weiter ging es um den Tiergarten, anschließend zurück Richtung Regierungsviertel, diesmal vorbei an der gegenüberliegenden Seite von Bundeskanzleramt und Reichstag. Nun wurde der Alexanderplatz mit seinem Fernsehturm umkurvt, womit man die ersten 10km hinter sich ließ (ich nach 52:23 Min). Mit km 12 erreichte man die weniger sehenswerten Stadtviertel Friedrichshain, Neukölln (zumindest mit ein wenig Grün) und Kreuzberg, ehe man in Schöneberg die Halbzeit des Marathons erreichte. Hier lag ich bei 1:48:16, allerdings signalisierten sowohl die Pulsuhr als auch die Beine, dass es nicht in diesem Tempo bis ins Ziel gehen würde, da sollten auch die Anfeuerungen der Zuschauer und der Rhythmus der Musikgruppen nicht helfen können. Zunächst lief man jedoch noch am Schönefelder Rathaus vorbei, auf dem schon Kennedy sich als Berliner bezeichnete, und viele Läufer sich wohl auch so fühlten. Zeitlich kam mein Passieren des Rathauses mit dem Zieleinlauf von Haile Gebreselassie gleich. Das Wetter näherte sich langsam den vorausgesagten 26 °C, wohlgemerkt im Schatten, der nur zu selten der Begleiter war. Einmal um den Stadtteil Wilmersdorf herum, und nun näherte sich man wieder Zentrum und Ziel, und ich meinem kräftemäßigen Ende. Km 30 durchlief ich nach 2:36:51, doch die Durchgangszeiten wurden nun immer langsamer und die Anzahl der mich überholenden Läufer immer höher. Für Sightseeing während des Marathons folgte nun der attraktivste Teil mit Kurfürstendamm, Gedächtniskirche, Tauentzienserstraße, Potsdamer Platz, und die Staatsoper herum auf die lange Zielgerade „Unter den Linden“ mit dem abschließenden Highlight durch das Brandenburger Tor, für jeden Teilnehmer ein unvergessenes Erlebnis. Der Berlin Marathon ist unabhängig vom Lauf-Ergebnis ein unvergleichliches Erlebnis aufgrund seiner Sehenswürdigkeiten und Stimmung, dies wird spätestens dann klar, wenn man die Finisher-Medaille mit dem Konterfei des Olympiasiegers von Barcelona 1992 Hwang Young Cho um den Hals gehängt bekommt. Es bleibt mir nun noch, die statistischen Fakten niederzuschreiben: Bei den Herren siegt Favorit Haile Gebrselassie mit 2:05:56 (Jahresweltbestzeit) mit fast 5 Minuten Vorsprung vor seinem äthiopischen Landsmann Gudisa Shentema. Beste Frau war Gete Wami (auch Äthiopien) in 2:23:34. Ich trudelte schließlich als 9242. in 3:52:38 ein, insgesamt erreichten 30235 Läufer das Ziel. Axel Vehreschild |
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Axel Vehreschild