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Am 31.Oktober wurde der diesjährige Eurocity Frankfurt Marathon ausgetragen. Da ich gerade in Deutschland weilte, habe ich mich für die Teilnahme bei diesem Herbstmarathon entschieden. Start war um 11.00 Uhr, durch die Zeitumstellung von Sommerzeit auf MEZ hatte man sogar noch eine weitere Stunde zur Verfügung. Der Nebel hielt sich sehr lange, so dass die Wolkenkratzer der Banken beim Start nur teilweise zu sehen waren. Insgesamt hatten die Teilnehmer mit dem Wetter aber Glück, den das Thermometer erreichte zweistellige Grade und auch der berüchtigte starke und eiskalte Wind (aus den Erzählungen einiger Mehrfach-Teilnehmer) blieb aus. Lediglich auf den letzten beiden Kilometern bekam man einen Eindruck von dem, was in den vergangenen Veranstaltungen in Frankfurt abging. Nachdem Gang von den wohltemperierten Messeräumen in den frischen (ca. 10 °C kalten) Startbereich kamen zunächst Zweifel über die richtige Wahl der Marathon-Kleidung (kurze Hosen und das unmittelbar zuvor erworbene Langarm-Funktionsshirt) auf, zumal die Wartezeit im Startblock schon einige Minuten betrug, doch gefroren habe ich während des Laufes nicht. Im Startblock stand ich neben dem 3:29 h – Ballon (und seinem Besitzer), mit 3:33 wäre ich aber schon sehr zufrieden gewesen. Die lange und breite Startgerade verhinderte, dass das Gedränge am Anfang allzu groß wurde und so lief ich den 1.km in 5:04 min. ganz ordentlich. Zunächst wurde etwa 10 km um das Banken-Viertel herum gelaufen, ehe man sich in Richtung Westen in die Vorstadtviertel Schwanheim und Niederrad verabschiedete. Mein Abstand zum 3:29-Ballon pendelte sich bei etwa 30 Sekunden ein. Die Zeit der ersten 5 km betrug 24:47, die 10km-Zeit 49:00. Die Begeisterung der Zuschauer nahm mit zunehmender Entfernung zum Zentrum ab, regelmäßig heizten weiterhin Combos die Läufer ein. Schließlich erreichten die Läufer die Hälfte der Strecke, ich bei 1:43:36. Ein Zuschauer informierte seine Frau, dass die Menge der Läufer nun zunahm, was ich als Kompliment empfand, zum Anfang dieser Gruppe zu gehören. Den Ballon hatte ich mittlerweile hinter mir gelassen, aber richtig weit konnte ich ihm nicht entkommen, beim Aufstieg zur Main-Brücke wurde ich wieder von ihm überholt. Im Stadtteil Höchst (hier hat der Frankfurt Marathon seinen Ursprung) wurde bei km 30 gewendet, nur ging es wieder in richtig Zentrum. Ganz langsam kamen die Hochhäuser näher, aber noch waren es 12 km, und noch hielten sich meine 5km-Zeiten unter 25 Minuten. Bis zum 34. km konnte ich mit dem Ballon-Läufer (mittlerweile hatte er sein großes gelbes Exemplar verloren und besaß nur noch den kleinen Blauen mit Aufschrift 3:29) mithalten, dann lief er aber davon. Nun galt es, den Rückstand unter 1 Minute zu halten, um die unter den 3:30 zu bleiben. Langsam wurden die Beine schwerer, und für km 35-40 brauchte ich 25:15 Minuten. Bei km 38 lief man noch eine Schleife von 4 km in die Messehallen. Hier konnte man zwischen den Häuserzeilen auch deutlich den Gegenwind spüren. Die Uhr bei km 40 zeigte 3:18:45 an, und meine Berechnung zur Endzeit sagte mir, bei einem Schnitt von 5 Min/km konnte das Ziel „unter 3:30“ zu laufen, in Gefahr geraten, zumal der Ballon außer Sichtweite war. Hier hatte ich die Begriffe Netto und Brutto nicht berücksichtigt, so dass ich noch einmal alles gab. Ich hörte nur noch einen Zuschauer rufen „noch 700 m zum Ziel, ich will dich lächeln sehen“ (hatte keinen Erfolg bei mir), sprintete vorbei an dem Mann mit dem Hammer, durch das Wasserkisten-Tor, übersah anschließend die ChampionChip-Ziel-Matten und spurtete noch weitere 50 Meter durch die Halle, wobei die dortige Uhr mit deutete, dass ich unter 3:30 h blieb, letztlich genau bei 3:27:59, was ich mir auf meine Medaille eingravieren ließ. Schließlich landete ich auf Rang 1621, was bei mehr als 10.000 Startern ein Platz unter den ersten 20 % bedeutete, das konnte ich bislang bei einem Marathon noch nicht behaupten. Vom Sieger Kimaiyo Boaz aus Kenia (wie im Vorjahr) bin ich aber noch fast 80 Minuten entfernt, da lief ich gerade über die Main-Brücke. Bei den Damen gewannen die Zwillingsschwestern Olesya und Elana Nurgalieva aus Russland. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
6 |
Problemlos über Internet möglich, mit Angabe aller "Wünsche". Anmeldegebühr je nach Datum zwischen 40 und 60 Euro (für Auländer wie mich 5 Euro mehr), viele Leistungen wie Parken, Medaillengravur, Langarm-Shirt kosten aber zusätzlich. |
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Organisation |
8 |
keine Wartezeiten bei Abholung der Startunterlagen, Kleiderausgabe, Zieleinlauf; warme Duschen, wenn nicht die Panne beim Mini-Marathon gewesen wäre, hätte es eine perfekte Organisation gegeben. |
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Wegstrecke |
10 |
breite Straßen, immer ordentlich ashphaltiert |
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Attraktivität |
5 |
Die Frankfurter Skyline ist beeindruckend, darüber hinaus bietet Frankfurt wenig attraktives für Marathonläufer, so dass ein guter Teil des Laufes über breite, einseitig für den Verkehr freigegebene Ausfallstraßen verläuft |
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Schnelligkeit |
9 |
Die Strecke ist nahezu eben und auch gut ausgebaut, allerdings kann eventuell ein eisiger Gegenwind zu Zeitverlusten führen |
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Verpflegung |
10 |
Wasser, Iso-Drinks, warmer Tee, dazu Bananen, Schokolade etc., an der Verpflegung mindestens alle 5 km konnte der Marathon nicht scheitern. |
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Zuschauer |
5 |
Rund um die Messe gab es viel Beifall, regelmäßig trommelten auch Combos, über weite Strecke war die Stimmung allerdings weitgehend ruhig. |
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Preise |
4 |
In der Anmeldegebühr inbegriffen waren Medaille, Urkunde und CD-Rom mit Ergebnisliste und eine Tasche mit Werbeartikeln. Langarm-Shirt, Gravur der Finisher-Zeit auf die Medaille, Marathon-Buch kosten extra. |
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Internet-Seite |
6 |
reichlich mit Informationen, Links und Forum besetzt, aber ein wenig unübersichtlich, so waren Informationen wie Start- und Anmeldezeiten des Marathons schwer, Aussehen des käuflich zu erwerbenden Langarm-Shirts gar nicht zu finden. |
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Teilnehmer |
10 |
10.361 Starter beim Marathon, davon erreichten 8.299 Teilnehmer das Ziel, man war über die gesamte Strecke in Gesellschaft, doch die Strecke war immer breit genug, so dass man sich nicht behinderte |
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Gesamt |
73 |
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Axel Vehreschild