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Bienwald Marathon
09.03.2003

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TSV

Deutschland

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Am 09. März lud der TSV Kandel zum 28. internationalen Bienwald-Marathon. Die Wetterprognose war günstig, und tatsächlich gab es zweistellige Temperaturgrade und in der zweiten Rennhälfte auch zunehmend Sonnenstrahlen. Dies veranlasste knapp 600 Läufer, am Marathon teilzunehmen. Die Strecke selbst war zu 100% asphaltiert und vollkommen eben, was die Chance für Bestzeiten ermöglicht. Start war um 10.00 Uhr, zuvor mussten noch die Startunterlagen abgeholt werden, was, wie auch die Parkplatzzuweisung erstaunlich schnell ging. Für's T-Shirt musste man allerdings teilweise länger anstehen.

Die Startaufstellung war gemeinsam mit den Halbmarathon-Läufern kurz vor 10 Uhr am Bienwaldstadion. Gestartet wurde entsprechend des Leistungsniveaus in Blocks, wobei niemand kontrolliert wurde, ob er sich korrekt einsortiert hatte. Durch die Zeitnahme mittels Scannererfassung galt für alle, Brutto- gleich Nettozeit, was für die hinteren der etwa 1800 Marathon- und Halbmarathonstarter bedeutet, dass Sie schon mehr als eine Minute verbraucht hatten als sie die Startlinie erreichten. Hier gibt es sicherlich adäquatere Zeitnahmesysteme für solche Läufermassen.

Hatte man jedoch die Startlinie und die erste Kurve passiert, konnte man schon bald recht frei laufen. Die Anzahl der weiteren Kurven hielt sich auch in engen Grenzen. Zunächst ging es von Kandel nach Minfeld, dort durch den Ort, und weiter über das Naturfreundehaus Bienwald auf die Kreisstraße 15. Bei km 7 wurde der Bienwald erreicht, welches man erst bei km 34 wieder verließ. Und der deutlich spürbare Wind vor dem Ziel ließ einen die Bedeutung des Waldes bei diesem Marathon spüren. Bei km 10 kamen mir die ersten Halb-Marathonis entgegen, die bei km 12,5 ihren Wendepunkt hatten. Kurze Zeit später rasten die führenden Inline-Skater vorbei (gestartet 10 min vor uns auf die Marathon-Strecke), die sich zwischen die in beiden Richtungen laufenden Teilnehmer zwischenschieben mussten, die Zeitplanung verlief hier nicht ganz glücklich. Mein Ziel war aufgrund des Streckenprofils, an die 3:40 heranzulaufen, angehen wollte ich aber eher ruhig mit 5:16-5:20 pro km bis km 15, war auch gelang mit 53:30 auf 10km und knapp unter 1:20:00 auf 15km.

Nach dem HM-Wendepunkt waren die Marathonis unter sich, der erste Marathon-Wendepunkt erfolgte bei km-Punkt 17,5, dann ging es auf der K15 zurück Richtung Kandel. Anschließend erfolgte ein 16 km langen Abstecher Richtung Büchelberg, ebenfalls mit einem Wendepunkt (bei km 26,5), so dass man zunächst den führenden und vor einem laufenden Teilnehmern und nach der Wende den zurückliegenden Läufern begegnete. Die Verpflegungsstellen hatten mit Wasser, Elektolyt-Getränken und Tee (der allerdings meist kalt war) und später auch Bananen- und Orangen-Stücken reichlich Auswahl. Hilfreich (zumindest für die Läufer ohne Stoppuhr) waren auch die Zeitansager an den 5er-km-Markierungen. Nun musste es zügiger gehen, um das gesteckte Ziel zu erreichen, allerdings war meine km-Zeiten teilweise arg schnell (unter 5 Min/km). 20km in 1:45:37, 25km in 2:11:51 und 30km in 2:38:31. Soweit im Soll, doch dann wurden die Muskeln schnell Müde und das Tempo ließ fix nach.

Wieder zurück auf der K15 ging es endlos geradeaus bis zum Abzweig Naturfreundehaus und abschließend bei Sonne und Wind in das Bienwald-Stadion zum Ziel. Der Sieger Anton Gröschl bewältigte die Strecke in 2:29:01, beste Frau war Constanze Wagner in 2:59:54. Insgesamt erreichten 638 Teilnehmer das Ziel. Ich war als 383. dabei in 3:49:16, nachdem die letzten km wenig lief, und ich kurz davor war ein Geh-Runde einzulegen. Bei 6:15/km war ich eh nicht mehr weit davon entfernt, aber schließlich habe ich doch durchgehalten.

Axel Vehreschild

strecke-Bienwald

Sieger-Bienwald

Ziel-Bienwald

     Start-Bienwald     Wende1

 

Punkte

Bewertung

Anmeldung

9

23 € , Anmeldung und Bestätigung über Internet, Bezahlung ohne Verzögerung vor Ort

Organisation

10

zahlreiche und warme Duschen, Zeitkontrollen per Zuruf, reichlich Parkplätze, da gab es nichts zu besantanden

Wegstrecke

6

alles Asphalt, ab und zu Schlaglöcher, ansonsten aber problemlos zu Laufen, das Zeitmess-System war für den Start verbesserungswürdig

Attraktivität

4

nahezu reiner Landschaftsmarathon, viel Wald, etwas Stadt und etwas Feld, wenig Abwechslung

Schnelligkeit

9

viele lange Geraden, nahezu eben, alles Asphalt, lediglich 2 Wendepunkte stoppten das Tempo

Verpflegung

5

Tee, Wasser und Hydrolyt-Getränke, dazu Bananen und Orangen, aber alles kalt

Zuschauer

1

die Stellen, wo Zuschauer laute von sich gelassen haben waren sehr dünn gesäht, man war fast über die gesamte Strecke mit der Natur alleine

Preise

3

Einfaches T-Shirt, Urkunde und Ergebnis-Liste, deckt die Mindesterwartungen ab.

Internet-Seite

4

sparsam, aber aktuelle Stände der Teilnehmer und Ergebnisse vom Marathon

Teilnehmer

6

600 Teilnehmer, nach den Zeitverlusten am Start ließ sich frei und meist in Gesellschaft laufen

Gesamt

57

 

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