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Am 01. April (Ostermontag) wurde in Bozen der 9. Südtirol-Marathon ausgetragen. Zum zweiten Mal war der Südtirol-Marathon ein reiner Bozener Stadtmarathon, wobei die Strecke zum Vorjahr leicht abgeändert wurde. Bozen hat den Vorteil, dass die Strecke (trotz der Alpen) ziemlich eben ist (zwischen dem tiefsten und höchsten Punkt der Strecke sind gerade einmal 21 m Höhenunterschied), und zudem eine hohe Wahrscheinlichkeit auf angenehmes Marathon-Wetter besteht. Auf der Römerbrücke ging es abermals über die Eisack und anschließend durch Wohn- und Arbeiterviertel westlich des Zentrums, eine zunächst ziemlich kurvenreiche Strecke, dann folgend die kerzengerade, breit ausgebauten und etwa 2,5 km langen Drususstraße, die zudem leicht bergauf führte. Schließlich gelangte man auf der Friedensstraße, am faschistischen Sieges-Denkmal vorbei, durch Überquerung der Talfer, wieder in die Altstadt. Hier zur Rechten das Ötzi-Museum, anschließend die Laubengasse, Bozens berühmte Einkaufsstraße, sowie der Rathaus-Platz, großenteils auf etwas anstrengendem Kopfsteinpflaster, dafür allerdings absolut sehenswert und voller applaudierender Zuschauer. Nach kurzem Abstecher ins Industriegebiet ging es über die Bahnhofstraße wieder zurück zum Walther-Platz, wo die erste Runde beendet wurde. Da die Halb - Marathonisten jetzt herausgewunken wurden, lichtete sich das Feld deutlich. Die 10km-Zeit lag bei 51:52 min, die erste Runde hatte ich in 1:50:43 absolviert. Doch schon jetzt wurde mir so langsam bewusst, dass die restlichen 21 km recht schwer werden würden. Nun ging es auf die zweite Runde. Allerdings waren keine Spitzenläufer mehr am Wendepunkt zu sehen (die waren dem Ziel bereits recht nahe). Zwischen km 25 und 30 wurden meine Zeiten deutlich langsamer, bei km 26 dauerte der km erstmals über 6 min und bei km 32 über 7 min. Auf der Drususstraße (die mir noch länger erschien als in der ersten Runde) musste ich zum ersten Mal gehen, dies würde sich aber in weiteren Verlauf des Marathons häufen. Auch das Sieges konnte nicht wirklich motivieren, zumal ich hier kräftemäßig am Ende war (man vergleiche hierzu auch die Fotos Runde1 und Runde2 am Siegesdenkmal). Da half auch die mustergültige Streckenversorgung (alle 5 km Wasser, isotonische Getränke, ab km 25 auch Bananen-, Apfel- und Zitronenstücke, dazu regelmäßig Wasserwannen für Schwämme) nur noch wenig. Mein schlimmster km dauerte 10 1/2 min, allerdings lag hier eine Versorgungsstelle auf der Strecke, die ich intensiv nutzte. Schließlich lief (passender wäre wohl "ging") ich doch ins Ziel, und bekam gleich die Marathon-Medaille umgehangen, welche wohl zeitweise der Hauptgrund war, das Rennen nicht aufzugeben. Hervorragend auch die anschließende Pasta auf der gleichnamigen Party. Etwas aufwendig das Duschen und Umkleiden mittels Bustransfer, zumal die Duschen für das Gros der Marathon - Läufer nicht mehr die gewünschte Temperatur lieferten. Gewonnen wurde der Marathon von Paul Tangus (2:15:20) aus Kenia, der bereits 1999 diesen Marathon gewann. Dahinter folgten Jeremia Cheromei Kimeli (2:15:32) und Joseph Mutunga (2:15:33), beide aus Kenia und etwas später Axel Vehreschild (das ist der Autor) mit 4:25:40. Für die Kenianer bedeute dies der neunte Sieg im neunte Südtirol - Marathon, eine erstaunliche Serie, für mich bedeutet der Marathon, das noch einiges an Training vor mir liegt, um 42,195 km zu überstehen. Bei den Frauen siegte Larissa Malikova (Russland) in 2:39:49 vor Francesca Zanusso (Italien, 2:43:38) und Silke Fersch (Deutschland, 2:49:00). 377 Läufer kamen ins Ziel, davon 26 hinter mir. Axel Vehreschild |
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Punkte |
Bewertung |
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Anmeldung |
8 |
40 Euro, aber Anmeldung, Zusendung und Abholung der Unterlagen problemlos |
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Organisation |
4 |
Duschen war sehr aufwendig und die Straßen wurden während des Marathons wieder geöffnet |
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Wegstrecke |
8 |
fast alles Asphalt, nur entlang der Laubengasse grobes Kopfsteinpflaster |
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Attraktivität |
3 |
meiste Teile des Marathon entlang von Wohn- und Industriegebieten, wenig sehenswert |
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Schnelligkeit |
6 |
fast komplett eben, aber viele Kurven und ein langezogener Anstieg, sowie Kopfsteinpflaster |
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Verpflegung |
9 |
Wasser, Iso-Drinks, ab km 25 auch Bananen-, Apfel- und Zitronenstücke, dazu regelmäßig Wasserwannen |
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Zuschauer |
4 |
wenig los. etwas mehr Zuschauer nur direkt auf dem Walther-Platz |
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Preise |
6 |
Sweatshirt und Medaille, die Urkunde fiel technische Probleme zum Opfer |
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Internet-Seite |
9 |
optisch prima mit vielen Infos zu Marathon und Stadt |
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Teilnehmer |
5 |
knapp 400, in der ertsen Runde mit den HM- Läufern viel los, dann war man fast alleine |
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Gesamt |
62 |
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Axel Vehreschild